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Der letzte Wettbewerb im Rahmen der S+T+ARTS Initiative (Science, Technology and the Arts) verzeichnete eine Rekordzahl von 2.719 Einreichungen aus 110 Ländern. Die beiden mit je 20.000 Euro dotierten Hauptpreise setzen künstlerische Perspektiven in einen Dialog mit Wissenschaft und Technologie, um drängende gesellschaftliche Herausforderungen zu bearbeiten und verkörpern damit die Mission des Preises.
Die Künstlerin Meyer-Brandis holte sich den Grand Prize - Innovative Collaboration für ihre Initiative OTM. Sie untersucht die Migration von Bäumen und Pflanzen in verschiedenen Klimazonen und entlang der Baumgrenzen, dokumentiert, wie sie nach Norden wandern, in die kalifornischen White Mountains klettern oder in die Torfmoore vordringen.
Den Grand Prize - Artistic Exploration vergab die internationale Jury an Hito Steyerl für ihr Projekt Mechanical Kurds. In der Videoinstallation begleitet sie kurdisch-syrische Flüchtlinge in Erbil, die als Klickarbeitende über Crowdsourcing-Plattformen Künstliche Intelligenz trainieren. Steyerl bildet einen beunruhigenden Kreislauf zwischen digitaler Arbeit, Überwachungstechnologien und politischer Gewalt ab.
Weiters wurden zehn Honorary Mentions ("lobende Erwähnung") vergeben, unter anderem an "Building for Quantum" der spanischen Architektin Marina Otero Verzier und des kolumbianischen Künstlers und Filmemachers Manuel Correa, eine Videoinstallation, die ergründet, wie Quantenforschung unser Verständnis von Masse und Raum neu definiert, während sie auf Grundsätze der Architektur angewiesen ist, um ihre Arbeiten durchführen zu können; weiters an "Ocean Futurisms" der australischen Gruppe Inferstudio, die in drei animierten Kurzfilmen wissenschaftsbasierte Zukunftsszenarien für die Ozeane zeigt.
Die S+T+ARTS Initiative der Europäischen Kommission sei in den vergangenen zehn Jahren eine tragende Säule der europäischen Innovationspolitik gewesen, die hervorhebe, welches Potenzial entsteht, wenn Wissenschaft, Technologie und Kunst zusammenkommen, hieß es. Von 2016 bis 2026 wurden beim Wettbewerb 18.900 Projekte aus 124 Ländern eingereicht und 298 davon ausgezeichnet. Parallel finanzierte STARTS über 380 Residencies mit 19 Millionen Euro und ermöglichte so die sektorübergreifende Zusammenarbeit von Kunstschaffenden, Forschenden und Innovatoren. Ars Electronica reflektiert die Dekade in der Publikation "Science + Technology + Arts: Lessons Learned from a Decade of European Transdisciplinary Innovation" und hofft auf eine Fortführung des Wettbewerbs.
Ein Konsortium europäischer Partnerinstitutionen wie INOVA+, T6 Ecosystems, La French Tech Grande Provence, Sónar, die Salzburger Festspiele, die Technische Universität Dresden (TUD), das Media Solution Center Baden-Württemberg und das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) unterstützt derzeit den StartsPrize. Die Siegerprojekte 2026 sind wie die Gewinner des Prix Ars Electronica beim kommenden Ars Electronica Festival von 9. bis 13. September im Lentos Kunstmuseum in Linz zu sehen.
(S E R V I C E - Infos zum StartsPrize unter http://ars.electronica.art, Publikation "Science + Technology + Arts: Lessons Learned from a Decade of European Transdisciplinary Innovation", erschienen im Hatje Cantz Verlag, Herausgeber: Ars Electronica, 350 Seiten, 34 Euro, ISBN 9783775762601)
LINZ - ÖSTERREICH: FOTO: APA/Ars Electronica/Agnes Meyer-Brandis






