von
Cardinale wurde 1938 in Tunis als Tochter sizilianischer Auswanderer geboren und wuchs dort in bescheidenen Verhältnissen auf. In den 1960er-Jahren war sie eine der großen Diven des italienischen Kinos. In ihrer langen Karriere spielte sie in mehr als 100 Filmen mit und gewann den Goldenen Löwen bei den Filmfestspielen in Venedig und den Goldenen Bären der Berlinale. Im vergangenen Jahr starb sie im Alter von 87 Jahren.
Zu den nun versteigerten Schmuckstücken hatte Cardinale eine sehr starke und emotionale Verbindung, wie Tochter Squitieri erzählt. Sie habe sie viel getragen und gut auf sie Acht gegeben. Oft habe sie Schmuck von ihrem damaligen Partner und Produzenten Franco Cristaldi geschenkt bekommen, etwa wenn die Dreharbeiten zu einem Film abgeschlossen waren oder der Film auf die Leinwand kam. "In diesen Jahren hat sie sehr viel gearbeitet, sechs bis acht Filme pro Jahr gedreht", gab die Tochter wieder. Die Schmuckstücke seien eine Art gewesen, ihr danach etwas zurückzugeben.
Für Squitieri sind die versteigerten Stücke aber mehr als persönliche Erinnerungen. Sie seien "sehr verbunden mit dem Geist der Dolce Vita", so die Tochter. "Der Schmuck ist Teil des Erbes einer Epoche."






