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Wartezeiten auf MRT gehen laut Sozialversicherung zurück

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Große regionale Unterschiede
©HELMUT FOHRINGER, APA, Themenbild
Patientinnen und Patienten warten 2026 weniger lange auf MRT-Untersuchungen als im Vorjahr. Im Vergleich zu 2025 verringerte sich die durchschnittliche Wartezeit von 28 auf 20 Tage. Das zeigt eine Erhebung, die im Auftrag der Österreichischen Sozialversicherungsträger vom Marktforschungsinstitut Market erstellt und am Mittwoch in Wien präsentiert wurde. Deutlich längere Wartezeiten als noch im Vorjahr gibt es mit über 30 Tagen jedoch in Vorarlberg und Oberösterreich.

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Die Analyse erhob von Juli bis August die Wartezeiten für Untersuchungen an allen 83 Instituten bzw. Vertragseinrichtungen der Sozialversicherungsträger, die Magnetresonanz-Tomographie durchführen. Am längsten dauert die Terminvergabe mit rund 30 Tagen für bildgebende Untersuchungen des Oberbauchs - allerdings konnte die Wartezeit in diesem Bereich im Vergleich zur ersten Erhebung im Juni 2025 immerhin um rund ein Drittel reduziert werden. Für Untersuchungen des Knies und der Lendenwirbelsäule fielen 15 bzw. 17 Tage anstatt 21 bzw. 22 Tage Wartezeit an.

Am meisten Geduld aufbringen müssen Patientinnen und Patienten im Burgenland, in Vorarlberg und Oberösterreich. Obwohl es im Burgenland gelang, die durchschnittliche Wartezeit gegenüber 2025 von 55 auf 38 Tage zu reduzieren, dauert die Terminvergabe dort österreichweit immer noch am längsten. In Vorarlberg müssen Versicherte im laufenden Jahr gar 36 statt 19 Tage warten, in Oberösterreich 30 statt 25 Tage. In allen anderen Bundesländern haben sich die Wartezeiten hingegen verringert. Vergleichsweise kurz sind die Wartezeiten in Wien, Tirol und der Steiermark, wo mit zehn bis 15 Tagen das Vertragsziel von höchstens 20 Tagen Wartezeit für planbare Untersuchungen erfüllt wird.

Deutlich schneller kommen nach wie vor jene Patientinnen und Patienten zum Zug, die die Rechnung für eine MRT-Untersuchung selbst begleichen. Die Wartezeit für Privattermine beträgt im Schnitt fünf Tage, 2025 waren es noch vier Tage. Die Kosten von durchschnittlich 335 Euro (2025: 332 Euro) variieren zwischen 260 Euro in der Steiermark und 549 Euro in Vorarlberg beträchtlich.

Im Hinblick auf die rückläufigen Wartezeiten zeigte sich der Vorsitzende des Dachverbands der Sozialversicherungsträger Peter McDonald beim Pressegespräch zuversichtlich: "Die Richtung stimmt." Hebel, um die Wartezeiten weiter zu verringern, sieht McDonald im Ausbau von digitalen Buchungssystemen und in der Vergabe von Wartelisteplätzen. Während in etwa ein Drittel der Institute Onlinebuchungen anbietet, wurde den Testpersonen von den Instituten nur in einem von zehn Fällen ein Wartelistenplatz angeboten. Auch sei in Kooperation mit der Ärztekammer eine Einführung von E-Zuweisungen für akute und planbare Untersuchungen bis Ende 2027 geplant. Damit soll die Terminvergabe effizienter gestaltet und die Wartezeiten verkürzt werden.

Für die nächsten Jahre erwarten die Sozialversicherungsträger eine weitere Entlastung, da mit dem "MRT/CT-Zielbild 2030" ein weiterer Ausbau der Kapazitäten gemeinsam mit Bund und Ländern erfolgen soll, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Zwischen 2014 und 2024 haben sich die jährlichen MRT-Kontaktzahlen auf rund eine Million verdoppelt. Auch forderte McDonald, der neben dem Dachverband auch der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) vorsteht, die Spitäler auf, ihre Kapazitäten und Geräte vollständig zur Verfügung zu stellen: "Wir haben aber noch Potenziale. Gerade wenn man sich ansieht, dass nicht alle Geräte in den Spitälern voll ausgelastet sind."

In einer Aussendung führte der Arbeitnehmer-Obmann der ÖGK, Andreas Huss, die rückläufige Wartezeit auf neun neue Geräte und 15 weitere Kooperationen zurück. Regionale Unterschiede rechtfertigte er mit variierender Nachfrage je nach Bundesland: "Österreichweit gab es 2024 pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner 111,19 MRT-Untersuchungen im extramuralen Bereich. Im Bundeslandvergleich war Kärnten an erster Stelle mit 150,2 Untersuchungen und Tirol das Schlusslicht mit 64,8 Untersuchungen pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner."

Für Julia Stroj, Expertin für Gesundheitspolitik im Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB) zeigen die neuen Zahlen: "Unser öffentliches Gesundheitssystem ist gut aufgestellt und funktioniert." Es müsse aber daran gearbeitet werden, "dass alle Versicherten rasch und unabhängig von ihrer finanziellen Situation einen Termin bekommen und die Wartezeiten weiter runter gehen", so die ÖGB-Expertin.

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