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Die saudi-arabische Luftfahrtbehörde bestätigte einen Angriff auf den Flughafen, machte aber nicht offiziell die Houthis für die Attacke verantwortlich. Nach Angaben aus Diplomatenkreisen hatte die vom Iran unterstützte Miliz am Nachmittag eine Rakete auf den Flughafen abgefeuert.
Nach Angaben eines Augenzeugen schlug die Rakete am Inlandsflugterminal ein. Nach Angaben aus Medizinerkreisen bestellte das saudi-arabische Gesundheitsministerium wegen einer "schweren Notsituation" Notärzte ein, die sich in Krankenhäusern in Riad und Umgebung um die vielen Verletzten kümmern sollten.
Die Houthi-Miliz kontrolliert seit Jahren weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa. Zuletzt übernahm sie nach einer Blitzoffensive die Kontrolle über große Teile der Küste an der strategisch und wirtschaftlich wichtigen Meerenge Bab al-Mandab. Eine von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition unterstützt die international anerkannte Regierung des Jemen im Kampf gegen die Houthis.
Nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar war auch der Konflikt im Jemen wieder eskaliert. Zudem griffen die Houthis mit Drohnen und Raketen verstärkt Flughäfen, Ölanlagen und andere zivile Ziele in Saudi-Arabien an. Der Flughafen von Riad war bereits am Donnerstag getroffen worden. Dabei wurden nach saudi-arabischen Angaben drei Menschen getötet und ein Flugzeug wurde beschädigt.
Mehrere Staaten rieten wegen der Angriffe bis auf Weiteres dringend von der Nutzung des Flughafens Riad ab. Wie das deutsche Auswärtige Amt am Samstag in Berlin mitteilte, muss in Saudi-Arabien mit weiteren Luftangriffen sowie mit Beeinträchtigungen des Flugverkehrs gerechnet werden. Auch Spanien und Kanada warnten ihre Staatsangehörigen vor einer Nutzung des Flughafens.
Ein ranghoher westlicher Diplomat sagte AFP, mehrere Botschaften hätten ihren Beschäftigen untersagt, in der kommenden Woche über den Flughafen Riad zu reisen. Die Fluggesellschaft Kuwait Airways gab die Streichung von zwei Flügen von und nach Riad bekannt und verwies zur Begründung auf die vorübergehende Schließung des Flughafens und die dortige "Sicherheitslage".
US-Präsident Donald Trump erwägt inzwischen offenbar, Saudi-Arabien im Kampf die Houthis zu unterstützen. Nach dem Angriff auf den Flughafen von Riad werde seine Regierung nun "sehr schnell" eine Entscheidung treffen, Trump am Samstag vor Journalisten am Weißen Haus. US-Medien zufolge hatten die USA Bitten Saudi-Arabiens um militärische Unterstützung bisher abgelehnt.