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Trump hatte Leo XIV. wiederholt angegriffen und unter anderem mehrfach behauptet, der Papst befürworte Atomwaffen im Iran. Der Papst wies die mittlerweile seit Wochen wiederholten Vorwürfe stets zurück.
Neben den Gesprächen mit dem Papst sollte Rubio auch mit dessen Chefdiplomaten, Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, zusammentreffen. Dieser sagte am Vorabend laut Vatican News, dass die Initiative für den Vatikanbesuch von Rubio ausgegangen sei. Letzterer erklärte auf einer Pressekonferenz in Washington, bei der Papstaudienz sollte es vor allem um die Themen Religionsfreiheit und Christenverfolgung gehen, das Treffen habe nichts mit den Wortgefechten zwischen Trump und Leo XIV. über den Iran-Krieg zu tun.
Parolin hatte jedoch im Vorfeld zu verstehen gegeben, man werde "über alles sprechen, was in diesen Tagen geschehen ist". Zu Trumps Angriffen auf Leo XIV. sagte der Kardinalstaatssekretär, es erscheine ihm "zumindest seltsam", den Papst auf diese Weise anzugreifen oder ihm Vorwürfe zu machen.
Die wiederholt geäußerte Behauptung Trumps, der Papst akzeptiere iranische Atomwaffen und gefährde damit viele Menschen, sei "sicherlich keine korrekte Behauptung", betonte der Kardinalstaatssekretär laut "Vatican News". Der Heilige Stuhl habe sich stets für nukleare Abrüstung eingesetzt und tue dies weiterhin.
Weitere Vorschläge des Heiligen Stuhls zum Konflikt mit dem Iran werde es nicht geben, der Vatikan setze weiterhin auf Dialog: "Diese Konflikte können nicht mit Gewalt gelöst werden, sondern müssen verhandelt und durch Verhandlungen gelöst werden. Es braucht Verhandlungen in gutem Willen und aufrichtiger Weise", so Parolin, der die Politik des Vatikans koordiniert.
Auf eine mögliche Annäherung im Verhältnis zur US-Regierung angesprochen, sagte der Chefdiplomat des Papstes, es sei "noch verfrüht", über ein mögliches Telefonat zwischen Leo XIV. und Trump zu sprechen. Der Papst sei jedoch "für alle Optionen offen" und habe sich "nie jemandem verweigert", so Parolin.
Sollte ein direktes Gespräch mit Trump vorgeschlagen oder erbeten werden, "hätte er sicherlich keine Schwierigkeiten, es anzunehmen". Parolin betonte, die USA seien weiterhin ein wichtiger Gesprächspartner des Heiligen Stuhls.






