von
Israel ist aber weiterhin mit eigenen Truppen im Südlibanon im Einsatz und greift damit auch weiter Ziele an. Die NNA meldete auch, dass die israelische Armee Häuser in dem Ort Ain Arab nahe der Grenze zu Israel niedergebrannt habe. Bereits am Mittwoch gab es Berichte, dass die Bewohner aufgefordert wurden, ihre Häuser dort zu verlassen. Das israelische Militär äußerte sich dazu zunächst nicht.
In der US-Hauptstadt Washington gingen unterdessen direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon weiter. Dabei sollte die Waffenruhe gefestigt werden. Die libanesische Regierung will vor allem auch einen Abzug der israelischen Truppen erzielen. Israel will eine Entwaffnung der Hisbollah durchsetzen. Die israelische Regierung hatte zuletzt mehrmals betont, erst bei einer vollständigen Entwaffnung der Hisbollah aus dem Nachbarland abzuziehen.
"Wir werden unsere Streitkräfte nicht aus dem Süden des Libanon abziehen, solange die Hisbollah eine Bedrohung darstellt und nicht entwaffnet und entmilitarisiert ist", sagte der Regierungssprecher David Mencer am Donnerstag vor Journalisten. Mit Blick auf die im April begonnenen direkten Gespräche zwischen Israel und dem Libanon sagte Mencer: "Jegliche Verlegung der israelischen Streitkräfte" werde "nach - und nicht vor - der Demilitarisierung des Südens des Libanon und der Entwaffnung der Hisbollah" erfolgen. Die israelische Regierung trage Verantwortung gegenüber den Bürgern im Norden Israels und dem ganzen Land, sagte Mencer und fügte an: "Wir werden es keiner terroristischen Kraft erlauben, sich unserer Grenze zu nähern."
Zu den Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon äußerte sich auch US-Außenminister Marco Rubio, der sich derzeit auf einer mehrtägigen Reise in der Golfregion befindet. "Ich glaube, wir stehen kurz davor, eine Absichtserklärung beider Länder zu erhalten", sagte Rubio während seines Besuchs in Bahrain.





