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Die gemeldeten Zahlen dürften aber noch nicht die Opfer der letzten US-Angriffswelle der Nacht beinhalten. Infolge der Attacken meldete der Iran am Freitag Opfer und Schäden an Infrastruktur in verschiedenen Regionen im Süden des Landes. Sieben Menschen seien bei Angriffen getötet worden, hieß es bei Press TV. Ein Mensch sei im Zuge eines Angriffs auf einen Telekommunikationsturm in der Küstenstadt Bandar Abbas getötet worden, meldete die Nachrichtenagentur Tasnim.
Es seien Brücken, eine Zugverbindung, ein Flughafen und ein Überwachungsturm für die Seefahrt angegriffen worden, hieß es in separaten Berichten iranischer Medien. Der Flughafen befindet sich weiter im Landesinneren in der Stadt Iranshahr in der Provinz Sistan-Baluchestan. Die fünf angegriffenen Brücken verbinden Orte am Persischen Golf untereinander und etwas inländisch liegenden Ortschaften. Irans UN-Botschafter beschrieb die US-Angriffe auf zivile Infrastruktur als Kriegsverbrechen. Das US-Militär erklärte dagegen, man habe Dutzende "militärische Ziele" mit Präzisionsmunition getroffen, darunter Flugabwehrsysteme und Radaranlagen zur Küstenüberwachung.
Das Ziel der Angriffe sei gewesen, "die militärischen Fähigkeiten des Irans weiter zu schwächen", teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (CENTCOM) auf der Onlineplattform X mit. Sie seien nun beendet, hieß es am frühen Morgen. Die iranische Nachrichtenagentur Fars hatte unter Berufung auf amtliche Angaben gemeldet, dass unter anderem die Kahurestan- und die Gariveh-Brücke auf Verkehrsachsen in Hormozgan getroffen worden seien.
Die Straße zwischen der Hafenstadt Bandar Abbas und den Städten Khamir und Lar sei vollständig gesperrt ebenso wie eine zweite Verbindung in der Region, hieß es. Die Kahurestan-Brücke liegt an der Route, die die Hafenstadt Bandar Abbas mit der Stadt Shiraz weiter nordwestlich verbindet und gilt laut der US-Zeitung "New York Times" als eine wichtige Route zwischen der Küste des Persischen Golfs und dem südlichen Landesinneren des Irans.
Bandar Abbas beherberge einen Marinestützpunkt der mächtigen Iranischen Revolutionsgarden und sei von entscheidender Bedeutung für die Fähigkeit des Irans, in der Straße von Hormuz Macht auszuüben, schrieb das "Wall Street Journal".
Die iranische Armee teilte daraufhin laut Press TV mit, bei Vergeltungsschlägen einen Hubschrauber-Standort sowie ein Aufklärungsflugzeug des US-Militärs in Bahrain ins Visier genommen zu haben. Das Innenministerium von Bahrain hatte zuvor auf X Sirenenalarm gemeldet. In Kuwait war die Flugabwehr wegen Raketen- und Drohnenbeschuss im Einsatz, wie die dortige Armee mitteilte. Dort stünden US-Radaranlagen und Raketenabschussrampen in Brand, meldete der iranische Sender Press TV.
In Katar wurde nach Angaben des dortigen Innenministeriums ein Kind beim Einsatz der Flugabwehr von herabfallenden Trümmerteilen verletzt. Die Golfstaaten waren schon in den vergangenen Nächten unter Beschuss aus dem Iran geraten, nachdem das US-Militär erneut den Iran attackiert hatte.
US-Präsident Donald Trump behauptete in einer Rede an seine Nation, im Iran erziele man "große Erfolge, und Sie werden die Früchte dieser Arbeit schon sehr, sehr bald sehen." Mehr sagte er zu dem Konflikt nicht. Am Mittwoch hatte er dem Iran erneut Angriffe auf zivile Infrastruktur angedroht. Nächste Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, "es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch und verhandeln", sagte er dem Sender Fox News.
Der iranische Parlamentspräsident und Chefverhandler Mohammad Baqer Qalibaf hatte am selben Tag in einer teilweise im Fernsehen verlesenen Stellungnahme die Position seines Landes abermals bekräftigt, dass der Iran die Kontrolle über die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Meerenge beanspruche. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth schrieb dagegen auf X, der Iran kontrolliere die Straße von Hormuz nicht.
Wegen des Streits um die wichtige Meerenge ist der Konflikt wieder eskaliert. Qalibaf ließ zwar die Tür für neue Verhandlungen offen. Er mahnte aber zugleich, dass man keine Angst davor haben dürfe, kriegerisch eigene Interessen durchzusetzen.
Nach Darstellung von US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt ist Teheran weiter an einem Abkommen mit Washington interessiert. "Der Iran steht nach wie vor in engem Austausch mit den Vereinigten Staaten von Amerika", sagte Leavitt am Donnerstag vor der Hauptstadtpresse in Washington. Dass das US-Militär ungeachtet dessen seit Tagen Ziele im Iran angreift, begründete Leavitt mit dem Verhalten der iranischen Führung. Trump werde nicht tatenlos zusehen, wie der Iran Schiffe in der Straße von Hormuz angreife, erklärte die Sprecherin.
Die Angriffe erfolgen zu einem Zeitpunkt, da die USA wieder eine Seeblockade gegen iranische Häfen durchsetzen. Das US-Militärkommando CENTCOM veröffentlichte Fotos, die zeigen, wie US-Marinesoldaten ein Handelsschiff entern und durchsuchen. Seit der Wiederaufnahme der Blockade Anfang dieser Woche hätten die USA drei Schiffe umgeleitet und ein weiteres außer Gefecht gesetzt, das den Anweisungen keine Folge geleistet habe, hieß es.
This video grab taken from undated UGC images posted on social media on July 15, 2026, shows smoke billowing in Chabahar, Iran. The United States launched a wave of strikes against Iran on July 15, US Central Command (CENTCOM) said, after Washington reimposed a naval blockade in a return to war between the foes. Nearly a month after they signed a memorandum of understanding towards ending the Middle East war that began in February, the two sides resumed fighting with strikes on targets across the region. (Photo by various sources / AFP) / - Israel OUT / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT AFP - SOURCE: UGC / UNKNOWN - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS - NO RESALE - NO USE AFTER: JULY 25, 2026 - NO ACCESS ISRAEL MEDIA/PERSIAN LANGUAGE TV STATIONS OUTSIDE IRAN/ STRICTLY NO ACCESS BBC PERSIAN/ VOA PERSIAN/ MANOTO-1 TV/ IRAN INTERNATIONAL/RADIO FARDA ..AFPTV teams in London were able to verify the location of the videos through satellite imagery. The videos were filmed in Chabahar, Iran [GPS: 25.315792121958534, 60.62454281343063]. We were unable to contact the authors of the videos. /
