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Die Preise erhalten dieses Jahr die pakistanische Anwältin, Minderheiten-Aktivistin und Angehörige der ethnischen Minderheit der Hazara, Jalila Haider; weiters die in Südafrika basierte Rural Women's Assembly, die mehr als 178.000 Kleinbäuerinnen in elf Ländern des südlichen Afrikas vertritt, die Vereinigung junger georgischer Anwälte (GYLA), die seit 1994 den Demokratisierungsprozess in der ehemaligen Sowjetrepublik überwacht, sowie die US-amerikanische Informatikerin Timnit Gebru, die sich mit den Schäden befasst, die KI-Systeme im Alltag diskriminierter und marginalisierter Gesellschaftsgruppen verursachen.
"Systeme, die dafür gemacht sind, nur wenigen zu dienen, haben keine Zukunft. Dieses Jahr ehren wir Frauen, die nicht auf die Erlaubnis warten zu handeln. Sie schreiben die Regeln neu, von denen Autokraten, Patriarchen und die mächtigsten Männer des Silicon Valley dachten, sie allein bestimmen zu können", fasst der Geschäftsführer der Right-Livelihood-Stiftung, Ole von Uexküll, die diesjährigen Entscheidungen der internationalen Preis-Jury zusammen. Die Preisträgerinnen, sie verbinde der Widerstand gegen autoritäre Gewalt, die Menschen an den Rand dränge, sowie die gemeinsame Überzeugung, dass der Mensch wieder in den Mittelpunkt gehört.
Für den Right Livelihood Award 2026 gingen 200 Bewerbungen aus 72 Ländern ein. Mit der GYLA geht erstmals eine der Auszeichnungen nach Georgien. In der ewigen Liste der Alternativer Nobelpreisträger finden sich drei Österreicher: Leopold Kohr (1983), Robert Jungk (1986) und Erwin Kräutler (2010). Immer wieder ging der Preis an prominente Personen wie US-Whistleblower Edward Snowden oder die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg und sorgte damit weltweit für Aufsehen und Kontroversen. Mehrere Alternative Nobelpreisträger, darunter der weißrussische Dissident Ales Bjaljazki, die kenianische Umweltschützerin Wangari Maathai sowie der kongolesische Arzt Denis Mukwege, wurden überdies später auch mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
Die Right Livelihood Stiftung in Stockholm ehrt seit über 40 Jahren außergewöhnliche Persönlichkeiten und Organisationen, die sich erfolgreich für Frieden, Nachhaltigkeit und eine gerechte Welt für alle einsetzen. Zum Schutz der oft in exponierter und bedrohter Situation arbeitenden Preisträger wird die Höhe der Preisgelder nicht mehr kommuniziert. Die Preisverleihungen fanden lange Zeit im Schwedischen Reichstag statt. Dieses Jahr werden die Preise am 1. Dezember im Stockholmer Söder-Theater (Södra Teatern) vergeben und live im Internet übertragen.
(S E R V I C E - https://rightlivelihood.org/ )