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Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Hafeninfrastruktur der südukrainischen Stadt Mykolajiw starben den Behörden zufolge zwei Menschen. Zudem seien drei zivile Schiffe unter ausländischer Flagge beschädigt worden, teilte die regionale Staatsanwaltschaft mit. Bei den Todesopfern handle es sich um zwei ukrainische Staatsbürger, die sich an Bord eines der ausländischen Schiffe befunden hätten. Zudem musste der staatliche ukrainische Energiekonzern Naftogaz nach einem russischen Drohnenangriff die Arbeiten an einer Gasförderanlage in der nordöstlichen Region Charkiw einstellen.
Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Streitkräfte hätten in der Nacht unter anderem Hafenanlagen in Odessa und Tschornomorsk angegriffen. Dabei sei auf die von den ukrainischen Streitkräften für die Verladung und Lagerung von Rüstungsgütern genutzte Hafeninfrastruktur und auf eine Drohnenproduktionsstätte gezielt worden. In Tschornomorsk sei auch ein Feuerlöschboot getroffen worden.
Insgesamt habe der Feind in der Nacht mehr als 130 Drohnen und acht Raketen eingesetzt, sagte Selenskyj. Betroffen gewesen seien mehrere Regionen. Gegen die Region Sumy im Nordosten habe Russland 15 Gleitbomben eingesetzt. Es gebe einen Verletzten. Wohnhäuser und andere zivile Infrastruktur seien beschädigt worden.
Unterdessen meldete der Chef der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, den Beschuss von weiteren zwölf russischen Schiffen im Schwarzen Meer. Getroffen wurden demnach neun Frachter, ein Tankschiff, ein Gastransportschiff und ein Schlepper. Insgesamt steige damit die Zahl der seit dem 6. Juli angegriffenen Schiffe auf 159 - im Schwarzen Meer und dem mit ihm verbundenen Asowschen Meer. Von unabhängiger Seite sind diese Angaben nicht überprüfbar.
"Die Flottenjagd geht weiter", hieß es in einer bei Telegram veröffentlichten Mitteilung Browdis. Ziel sei es, die Logistik für Öl, Treibstoff und Fracht unter Umgehung der Sanktionen zu lähmen. Die Schiffe sollten ausgeschaltet werden. "Es ist nicht das Ziel, die Gewässer mit Ölflecken zu verschmutzen, daher keine Löcher in den Rümpfen", teilte Browdi mit.
Russland führt seit mehr als vier Jahren seinen zerstörerischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
