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Zu einem Trauerzug im irakischen Najaf waren am Mittwoch laut örtlichen Berichten bereits Hunderttausende erschienen. Die Trauerfeiern für Khamenei endeten am Mittwochabend mit einer Trauerfeier an der Grabmoschee des Imams Hussein in der irakischen Stadt Kerbala. Örtlichen Berichten zufolge nahmen rund eine Million Menschen teil.
Khamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Irans Hauptstadt getötet worden. Er hatte seit 1989 an der Spitze des Landes gestanden. Mehr als fünf Wochen führten die USA und Israel daraufhin Krieg gegen den Iran, bis sich Vertreter aus Washington und Teheran Anfang April auf eine Waffenruhe einigten. Es kam trotz der Waffenruhe und einem Rahmenabkommen zur Beendigung des Kriegs aber wiederholt zu gegenseitigen Angriffen. In der Nacht auf Donnerstag überschatteten US-Angriffe auf den Iran die Vorbereitungen für die Beisetzung von Khamenei.
Dass Trauerprozessionen für Irans Ayatollah Khamenei auch im Irak stattfanden, hat religiöse Gründe. Dort leben einerseits viele schiitische Musliminnen und Muslime. Andererseits gibt es im Irak einige Pilgerorte, etwa in Najaf und Kerbala.
In Najaf befindet sich die Grabstätte von Ali ibn Abi Talib. Er wird auch als Imam Ali bezeichnet und war Schwiegersohn des Propheten Mohammed. Schiiten erkennen Imam Ali als einzig göttlich legitimierten Prophetennachfolger an. Im Gegensatz dazu erkennen Sunniten die vier ersten Kalifen, die nach dem Tod des Propheten Mohammed gewählt wurden, als rechtsgeleitet an. Auch die heilige Stadt Kerbala hat insbesondere für Schiiten große Bedeutung. Denn dort wurde Imam Hussein getötet. Er war der Sohn von Imam Ali und Enkel des Propheten Mohammed.