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Palästinenser melden erneut Tote bei Angriff Israels in Gaza

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Der Leichnam Azzam al-Hayyas wurde durch die Straßen Gazas getragen
©Afp, APA, OMAR AL-QATTAA
Trotz Waffenruhe hat es bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen palästinensischen Angaben zufolge Donnerstagnachmittag erneut Tote gegeben. Israels Armee sprach von bewaffneten Mitgliedern der Hamas. Aus medizinischen Kreisen vor Ort hieß es, drei Palästinenser seien bei dem Angriff in Gaza-Stadt ums Leben gekommen und weitere teils schwer verletzt worden. Nach Angaben aus dem Gazastreifen wurde ein Wachposten der Hamas-Polizei getroffen.

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Weitere Details wurden zunächst nicht genannt. Die israelische Armee sagte Donnerstagabend, sie habe mehrere bewaffnete Mitglieder der Hamas in einer Kommandozentrale getötet. Diese hätten Angriffe auf israelische Zivilisten und Soldaten geplant und eine "unmittelbare Bedrohung" dargestellt. Einzelheiten dazu nannte das israelische Militär zunächst nicht.

Israels Armee teilte weiterhin mit, Soldaten hätten in der vergangenen Woche einen Hamas-Mann getötet, der an der Entführung einer Israelin am 7. Oktober 2023 beteiligt gewesen sei. Der Mann habe als Sanitäter gearbeitet. Wie, wo und wann genau er getötet wurde, blieb zunächst unklar. Die verschleppte Frau kam im Rahmen eines Abkommens zwischen Israel und der Terrororganisation im November 2023 frei. Die Angaben beider Seiten ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Seit mehr als einem halben Jahr herrscht im Krieg zwischen der Terrororganisation Hamas und Israel zwar eine Waffenruhe, de facto kommt es aber immer wieder zu tödlichen Angriffen oder Konfrontationen. Israels Militär hatte erst kürzlich laut Krankenhausangaben bei einem Luftangriff im Gazastreifen einen Sohn des Hamas-Anführers Khalil al-Hayya getötet.

Azzam al-Hayya sei in der Klinik seinen schweren Verletzungen erlegen, teilte das Al-Ahli-Krankenhaus mit. Nach Berichten in Gaza war er bei einem israelischen Drohnenangriff am Mittwoch im Flüchtlingsviertel Jabalia getroffen worden. Dabei wurde laut Spitalsangaben ein weiteres Hamas-Mitglied getötet. Khalil al-Hayya ist höchstrangiger Hamas-Funktionär im Ausland und Unterhändler bei Verhandlungen über eine dauerhafte Friedensregelung für den Gazastreifen.

Im vergangenen Jahr hatte Israels Luftwaffe versucht, die Führungsspitze der Hamas in der katarischen Hauptstadt Doha anzugreifen. Khalil al-Hayya war dabei Berichten zufolge ein Ziel. Nach Hamas-Angaben schlug die Attacke damals jedoch fehl, es sei kein Mitglied der Delegation getötet worden. Sechs Menschen seien aber ums Leben gekommen, darunter Hayyas Sohn und sein Büroleiter. Der Angriff war international verurteilt worden.

Seit Oktober 2025 herrscht zwar eine Waffenruhe, de facto kommt es aber immer wieder zu tödlichen Angriffen oder Konfrontationen. Die im Friedensplan von US-Präsident Donald Trump vorgesehene Entwaffnung der islamistischen Terrororganisation Hamas ist bisher nicht umgesetzt worden. Israel kontrolliert weiterhin eine Hälfte des Gazastreifens. Der Hamas gelang es seit Beginn der Waffenruhe, ihre Herrschaft in dem von ihr weiterhin kontrollierten Gebiet in Gaza wieder weitgehend zu festigen.

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