Unterstützerinnen von Annie Andrews, Kandidatin der Demokraten in South Carolina
©Zuma Press WireVon steigenden Lebenshaltungskosten bis zu Transgender-Athleten: Die US-Zwischenwahlen drehen sich um weit mehr als Donald Trump.
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Die US-Zwischenwahlen am Dienstag entscheiden über die Kontrolle im Kongress für die letzten zwei Jahre der Amtszeit von US-Präsident Trump. Bei den Wahlen stehen für US-Bürgerinnen und Bürger vor allem steigende Lebenshaltungskosten im Mittelpunkt. Das hat eine Umfrage von Reuters/Ipsos ergeben, für die von Donnerstag bis Montag 1.765 Erwachsene in den USA befragt wurden. Rund 48 Prozent bezeichneten Lebenshaltungskosten als das wichtigste Thema für ihre Wahlentscheidung.
Darüber hinaus nannten 26 Prozent demokratische Normen und 13 Prozent die Einwanderung als bedeutendste Themen. Zudem ist Trump selbst ein wichtiger Faktor bei den Wahlen. Denn der US-Präsident hatte seine Anhänger aufgefordert, so zu tun, als stünde er selbst auf dem Wahlzettel. Die Reuters/Ipsos-Umfrage zeigte, dass 48 Prozent derjenigen, die wählen wollten oder ihre Stimme bereits abgegeben haben, dies als Votum gegen Trump verstanden, gegenüber 25 Prozent, die nach eigenen Angaben für ihn stimmten. Rund 25 Prozent erklärten, Trump spiele bei ihrer Wahlentscheidung keine Rolle.
Großteil der Befragten vertraut Wahlverfahren
Die Umfrage thematisierte auch den Iran-Krieg und die Integrität der US-Wahl. Rund 25 Prozent der Wähler sind demnach der Ansicht, dass die Kosten für den Militäreinsatz gerechtfertigt waren, während 55 Prozent sagten, er habe sich nicht gelohnt. Etwa 18 Prozent sind unentschlossen. Insgesamt vertrauen die Befragten dem US-Wahlverfahren: 77 Prozent zeigten sich zuversichtlich, dass ihre Stimmen gezählt werden. 45 Prozent halten Wahlbetrug jedoch für ein weit verbreitetes Problem.
Mit Blick auf Finanzen sind rund 49 Prozent der US-Bürger der Meinung, dass sich ihre eigene Finanzlage seit Trumps Rückkehr an die Macht im Jänner 2025 verschlechtert hat. Dem stehen 13 Prozent gegenüber, die von einer Verbesserung sprechen, und 37 Prozent, denen zufolge die Lage in etwa gleich geblieben ist.
Transgender-Athleten für viele wichtiges Wahlthema
Ein weiteres Thema der Wahl ist der Ausschluss von Transgender-Athleten. Rund 38 Prozent der Wähler gaben an, der Ausschluss von Transgender-Mädchen und -Frauen aus dem Frauensport sei ein sehr wichtiges oder das wichtigste Thema. 25 Prozent ist der Schutz der Rechte von Transgender-Menschen ebenso wichtig.
Auch Rechenzentren und Großspender beschäftigen die Befragten. Etwa 42 Prozent der registrierten Wähler in der Umfrage erklären, die Begrenzung des Baus von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) sei ein sehr wichtiges oder das wichtigste Thema. Eine parteiübergreifende Mehrheit der registrierten Wähler – darunter 93 Prozent der Demokraten und 71 Prozent der Republikaner – hält es für unangemessen, wenn Milliardäre zweistellige Millionen-Dollar-Beträge spenden, um Wahlen zu beeinflussen.
Obwohl die Befragten bei den diesjährigen Kongresswahlen knapp den Demokraten gegenüber den Republikanern den Vorzug zu geben schienen, sind sie geteilter Meinung darüber, welche Partei gute Ideen hat. Rund 43 Prozent der registrierten Wähler sagen, die Demokraten hätten zumindest einige gute Ideen, während 39 Prozent dies bei den Republikanern sehen.
