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US-Midterms am 3. November: Was gewählt wird und wann Ergebnisse feststehen

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Das Kapitol in Washington, Sitz des US-Kongresses, von der Westseite
Foto:©Wikimedia Commons/Noclip/Public Domain

Am Dienstag wählen die USA das gesamte Repräsentantenhaus, ein Drittel des Senats und 36 Gouverneurinnen und Gouverneure. Die Republikaner verteidigen in beiden Kammern knappe Mehrheiten. Was auf dem Spiel steht und warum der Ausgang nicht in der Wahlnacht feststehen muss.

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Was am 3. November gewählt wird

Am Dienstag, dem 3. November, finden in den USA die Zwischenwahlen statt, die sogenannten Midterms. Sie heißen so, weil sie in die Mitte der vierjährigen Amtszeit des Präsidenten fallen. Gewählt werden laut dem offiziellen Informationsportal der US-Regierung alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus, dessen Abgeordnete nur zwei Jahre im Amt sind, sowie rund ein Drittel der Senatorinnen und Senatoren, die für sechs Jahre gewählt werden.

Im Senat stehen heuer 35 Sitze zur Wahl. 33 davon sind reguläre Sitze der sogenannten Klasse II, wie die Liste des US-Senats zeigt. Dazu kommen laut der Wahldatenbank Ballotpedia zwei Nachwahlen in Florida und Ohio für die früheren Sitze von Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance. Außerdem werden in 36 Bundesstaaten die Gouverneurinnen und Gouverneure gewählt. In 40 Bundesstaaten stimmen die Wählerinnen und Wähler zusätzlich über 164 landesweite Sachfragen ab. Das sind laut Ballotpedia elf mehr als im Durchschnitt der Wahljahre seit 2014 zum selben Zeitpunkt.

Wie knapp die Mehrheiten sind

Im Repräsentantenhaus halten die Republikaner laut der Parlamentsverwaltung des Hauses 218 Sitze, die Demokraten 214. Dazu kommen ein unabhängiger Abgeordneter und zwei unbesetzte Sitze. Für eine Mehrheit sind 218 der 435 Sitze nötig.

Im Senat stellen die Republikaner laut senate.gov 53 der 100 Mitglieder. Die Demokraten kommen auf 45, dazu zählen zwei Unabhängige, Angus King und Bernie Sanders, die mit ihnen stimmen. Endet die Wahl im Senat mit einem Gleichstand von 50 zu 50, gibt bei Abstimmungen der Vizepräsident den Ausschlag. Die Republikaner verteidigen 22 der 35 Senatssitze, die Demokraten 13.

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Das Kapitol in Washington, Sitz des US-Kongresses, von der Westseite
 © Wikimedia Commons/Noclip/Public Domain

Was der Ausgang für die Regierung Trump bedeutet

Gesetze und der Haushalt brauchen eine Mehrheit in beiden Kammern. Die jeweilige Mehrheit bestimmt die Vorsitzenden der Ausschüsse, legt fest, worüber abgestimmt wird, und kann Untersuchungen gegen die Regierung einleiten. Der Senat bestätigt zudem allein die Kandidatinnen und Kandidaten des Präsidenten für Ministerien und Gerichte und stimmt über internationale Verträge ab.

Behalten die Republikaner beide Kammern, kann Präsident Donald Trump seine Vorhaben weiter mit eigener Mehrheit im Kongress verfolgen. Gewinnen die Demokraten eine oder beide Kammern, braucht er für Gesetze ihre Zustimmung, und die Kontrolle der Regierung durch den Kongress würde zunehmen. Der neu gewählte Kongress tritt am 3. Jänner 2027 zusammen.

Warum Ergebnisse Tage dauern können

Die Wahllokale schließen je nach Zeitzone zu unterschiedlichen Zeiten, in Österreich fallen die ersten Entscheidungen daher in die Nacht auf Mittwoch. Was in der Wahlnacht als Sieg gemeldet wird, sind allerdings keine amtlichen Endergebnisse, sondern Prognosen auf Basis der bis dahin ausgezählten Stimmen. Bei knappen Rennen kann es Tage dauern, bis feststeht, wer einen Sitz gewonnen hat, vor allem in Bundesstaaten mit vielen Briefwahlstimmen.

Ein Beispiel ist Kalifornien, der Bundesstaat mit den meisten Sitzen im Repräsentantenhaus. Laut kalifornischem Innenministerium werden ab 20 Uhr Ortszeit am Wahlabend erste Ergebnisse veröffentlicht und während der Auszählung täglich ergänzt. Die beglaubigten Endergebnisse müssen erst bis 11. Dezember vorliegen. Schon vor dem Wahltag haben so viele Menschen gewählt wie selten zuvor, news.at berichtete über den Rekord bei der vorzeitigen Stimmabgabe.

Rekordsummen im Wahlkampf

Auch finanziell sind diese Midterms außergewöhnlich. Laut einer Auswertung der Organisation Public Citizen, die sich für mehr Transparenz in der Politik einsetzt, haben Unternehmen bis 23. Oktober 737,3 Millionen Dollar an sogenannte Super PACs und ähnliche Wahlkampforganisationen gespendet, 60 Prozent mehr als im Wahlzyklus 2024. Grundlage sind Daten der US-Wahlkommission FEC.

Noch größer sind die Summen der Großspenderinnen und Großspender. Super PACs haben laut einer zweiten Analyse von Public Citizen 4,2 Milliarden Dollar von 515 Spenderinnen und Spendern erhalten, die jeweils mindestens eine Million Dollar gaben. Allein Elon Musk steuerte demnach 445 Millionen Dollar bei.

Quellen

USAGov: Midterm elections (2026)

U.S. Senate: Senators und Class II Senators (2026)

Office of the Clerk, U.S. House of Representatives: Party Breakdown (2026)

California Secretary of State: Election Results (2026)

Public Citizen: Corporations Pour Record-Smashing $737 Million Into 2026 Midterms (29. Oktober 2026)

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