von
Israel setzte unterdessen am Jahrestag des Hamas-Überfalls seine Angriffe im Gazastreifen fort. Am Ort des Nova-Festivals hörten Journalisten der Nachrichtenagentur AFP laute Knallgeräusche, die aus dem Palästinensergebiet herüberdrangen. Das Al-Shifa-Krankenhaus in der Stadt Gaza teilte mit, dass bei nächtlichen israelischen Luftangriffen zwei Menschen getötet worden seien.
In Israel waren für Mittwoch mehrere Gedenkveranstaltungen geplant, darunter im Kibbuz Reim wie auch in dem vor drei Jahren ebenfalls überfallenen Kibbuz Kfar Aza nahe der Grenze zum Gazastreifen.
In Wien werden jüdische Studierende und Mitglieder der jüdischen Gemeinde bei einem Gedenken um 16:30 Uhr am Judenplatz die Namen der Opfer des Hamas-Massakers verlesen. Alle solidarischen Menschen seien dazu eingeladen, am gemeinsamen Erinnern teilzunehmen, teilten die beiden Organistorinnen und Co-Präsidentinnen der Jüdischen österreichischen HochschülerInnen (JöH), Lia Guttmann und Milli Li Rabinovici, in einer Aussendung mit.
"Die schrecklichen Folgen des 7. Oktobers haben die Verbrechen dieses Tages gewissermaßen aus dem öffentlichen Bewusstsein verdrängt. Das ist falsch, denn die Trauer und das Trauma, die dieser Tag für Jüdinnen und Juden bedeutet, sind noch immer allgegenwärtig. Jeder Name, den wir verlesen, erinnert an einen Menschen, an sein Leben und an den Verlust der betroffenen Familien und Angehörigen", so Guttmann und Rabinovici.
Bei den Massakern am 7. Oktober 2023 hatten Kämpfer der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas und ihrer Verbündeten 1.221 Menschen getötet und 251 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Allein beim Nova-Festival töteten sie mindestens 370 Menschen und nahmen 44 Geiseln.
Israel reagierte mit massiven Angriffen im Gazastreifen, bei dem nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums mehr als 74.200 Menschen getötet wurden. Trotz einer im Oktober vergangenen Jahres vereinbarten Waffenruhe greift die israelische Armee weiterhin Ziele im Gazastreifen an.
