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Örtlichen Angaben zufolge ist eine israelische Drohne eingeschlagen, nähere Informationen gab es vorerst nicht. Das Geschoss sei in der Region Nabatiyeh niedergegangen, meldete auch die staatliche libanesische Nachrichtenagentur.
Es war der erste israelische Angriff nach der Unterzeichnung des Rahmenabkommens über ein Ende des seit Jahrzehnten anhaltenden Kriegszustandes zwischen Israel und dem Libanon. Unter Vermittlung der USA hatten beide Länder am Freitag in Washington eine Vereinbarung unterzeichnet, die den Weg zu einem israelisch-libanesischen Friedensabkommen ebnen soll. In der Rahmenvereinbarung ist unter anderem die Entwaffnung der vom Iran unterstützten Hisbollah vorgesehen.
Anhänger der schiitischen Miliz, die den Libanon Anfang März mit Angriffen auf Israel in den Iran-Krieg hineingezogen hatte, protestierten in der libanesischen Hauptstadt Beirut gegen das Abkommen.
Hisbollah-Chef Naim Qassem lehnt das zwischen dem Libanon und Israel geschlossene Rahmenabkommen vehement ab. Die Hisbollah betrachte das Abkommen als "null und nichtig" und "schweren Fehler", erklärte Qassem am Samstag. Zudem bezeichnete er die Vereinbarung als "demütigend" und "beschämend". Sie bedeute "eine Aufgabe der Souveränität". Der Regierung in Beirut warf er vor, Israels "Besatzung" damit zu "legitimieren". Qassem kritisierte insbesondere, dass ein israelischer Rückzug aus dem Südlibanon an die Entwaffnung der Hisbollah geknüpft werde. Dies überschreite "rote Linien" und ermögliche Israel Einfluss auf innere Angelegenheiten des Libanon.
Deutschlands Außenminister Johann Wadephul begrüßte das Abkommen hingegen. Die Vereinbarung "macht Hoffnung", schrieb Wadephul am Samstag in Onlinediensten. "Sie stärkt die Sicherheit beider Staaten, setzt auf direkte Verständigung und eröffnet die Chance, einen jahrzehntelangen Konflikt beizulegen."





