Seit mehr als 15 Monaten heißt der Bundeskanzler Christian Stocker. Doch noch immer ist über den niederösterreichischen Rechtsanwalt wenig bekannt. Wie ist er gestrickt? Wie lebt er die Politik? Was treibt ihn an? Eine Spurensuche.
Auf dem Schreibtisch steht ein Foto von Winston Churchill, es zeigt den britischen Staatsmann mit Anzug, Zigarre und Maschinenpistole. Darüber steht: „We shall never surrender“, also „Wir werden niemals aufgeben“. Das Bild ist ein Geschenk des ehemaligen Salzburger Landeshauptmanns Wilfried Haslauer. Der Schreibtisch wirkt aufgeräumt, in der Mitte des Raums steht eine große Sitzgruppe. Ein Stehpult, wie es der ehemalige Kanzler Sebastian Kurz hatte aufstellen lassen, gibt es nicht.
Dem Raum, in dem seine unmittelbaren ÖVP-Vorgänger ihre Amtsgeschäfte führten, ist Stocker aber treu geblieben. Er sitzt im berühmten Kreisky-Zimmer, das zwar geschichtsträchtig, aber mit seiner opulenten Holztäfelung ziemlich dunkel wirkt. Wolfgang Schüssel war einst aus dem als „Handelskammerbarock“ verspotteten Büro ausgezogen, auch Alfred Gusenbauer, Werner Faymann, Christian Kern und Brigitte Bierlein bevorzugten einen helleren Arbeitsraum. Erst Sebastian Kurz kehrte ins Kreisky-Zimmer zurück. Er fühle sich hier wohl, meint Kanzler Christian Stocker.
Ich habe auf jeden Fall einiges erklären müssen. Aber als Anwalt lernt man zu argumentieren
Die Anekdote über den Tag, als Christian Stocker ÖVP-Chef wurde, wird im Umkreis des Bundeskanzlers gern erzählt: Am 4. Jänner 2025 platzten die Koalitionsgespräche zwischen ÖVP und SPÖ, der damalige Regierungschef Karl Nehammer erklärte seinen Rücktritt. Der nächste Tag, ein Sonntag, so die allgemeine Annahme, würde ein Tag der Krisensitzungen werden. Stocker wählt an diesem Sonntag ein für einen Spitzenpolitiker legeres Outfit – Jeans und Rollkragenpullover.
Auf dem Weg von Wiener Neustadt erreicht ihn der entscheidende Anruf: Ob er sich vorstellen könne, die Partei zu übernehmen. Ein Nein sei keine Option gewesen, so berichten Vertraute. Ein Mitarbeiter fährt zu Stocker nach Hause, um einen dunkelblauen Anzug zu holen. Stockers Ehefrau erfährt die Neuigkeit erst aus den Medien, als die Eheleute dann später telefonieren, lautet ihr erstes Wort „furchtbar“.
Vor allem die Verhandlungen über eine Koalition mit der FPÖ sorgten im Hause Stocker für viel Gesprächsbedarf. „Ich habe auf jeden Fall einiges erklären müssen. Aber als Anwalt lernt man zu argumentieren, und ich habe es geschafft, es meiner Familie so darzulegen, dass ich weiterhin mit meiner Frau verheiratet bin und das Verhältnis zu meinen Kindern nach wie vor sehr gut ist“, so der Bundeskanzler.
Der Familienmensch
„Furchtbar“ sage seine Frau nun nicht mehr. Christian Stocker fährt jeden Tag, selbst wenn es spät wird, heim nach Wiener Neustadt. Eine Wohnung in Wien, so wie manche der Ministerinnen und Minister aus den Bundesländern, hat der Kanzler nicht. Auch das Wochenende versucht Stocker, soweit es die Termine zulassen, daheim bei der Familie zu verbringen. Die Familie, das ist Ehefrau Gerda, Psychologin, und zwei erwachsene Kinder, Tochter Sophie und Sohn Clemens, beide haben, so wie der Vater, Jus studiert. Clemens Stocker ist bereits in die Kanzlei von Christian Stocker in Wiener Neustadt – Stangl, Ferstl, Stocker – eingetreten. Die Rechtsanwaltschaft des Bundeskanzlers ist ruhend gestellt.


Die Familie des neuen Bundeskanzlers: Ehefrau Gerda Stocker-Legenstein, Tochter Sophie und Sohn Clemens (v. li.). Vorne sitzend: Vater Franz Stocker, der langjährige Nationalratsabgeordnete starb im heurigen April.
© APA-Images / photonews.atFrüh politisch geprägt wurde Christian Stocker durch seinen Vater: Franz Stocker war von 1983 bis 1993 Nationalratsabgeordneter der ÖVP, er war Betriebsrat, Bezirksparteiobmann der ÖVP in Wiener Neustadt und Gewerkschafter. Vergangenes Jahr konnte Franz Stocker noch die Angelobung seines Sohnes als Bundeskanzler miterleben, im heurigen April starb der Vollblutpolitiker im Alter von 92 Jahren. Die traurige Nachricht erfuhr der Regierungschef während eines Staatsbesuchs in Indien.
Der Besonnene
Wer mit Menschen spricht, die Christian Stocker gut kennen und eng mit ihm zusammenarbeiten, hört sehr oft Zuschreibungen wie „besonnen“, „ruhig“, „nie in Rage“. Ob es wirklich nichts gibt, das ihn aus der Ruhe bringt? Dazu sagt Christian Stocker lachend: „Das müssten Sie meine Frau fragen, sie würde Ihnen da wahrscheinlich vieles erzählen können.“ Ernster fügt er hinzu: „Natürlich gibt es Sachen, die mich aus der Ruhe bringen. Ich bemühe mich, dass es nicht zu oft vorkommt und ich denke schon darüber nach, ob es das tatsächlich wert ist. Manchmal ist es notwendig, manchmal ist es unvermeidbar, manchmal ist es auch ganz spontan.“
Der Kanzler gesteht, dass es durchaus lauter werden könne, wenn er denn einmal in Rage gerate. FPÖ-Chef Herbert Kickl habe jedoch nicht das Zeug, ihn aus der Ruhe zu bringen: „Nicht einmal annähernd. Das muss schon etwas Wichtigeres sein.“ Mit dem FPÖ-Chef, der nach etwas mehr als einem Monat Verhandlungen die Koalitionsgespräche im Februar 2025 hatte platzen lassen, ist Stocker nach wie vor per Sie. Das passe gut für ihr Verhältnis, so der Bundeskanzler. Abgesehen von den Regierungsmitgliedern, die einander ohnehin duzen, gibt es aber auch Mitglieder der Opposition, die mit Stocker ein freundliches „Du“ pflegen.
Etwa Grünen-Chefin Leonore Gewessler, die zu ihrer Zeit als Umweltministerin heftige Auseinandersetzungen mit Stocker, damals Generalsekretär der ÖVP, ausgefochten hatte. Als Gewessler, gegen den Willen der ÖVP, dem EU-Renaturierungsgesetz zustimmte, wurde sie von Stocker hart attackiert. Es war auch der damalige Generalsekretär, der die Strafanzeige gegen die Ministerin verkündete. Der Konflikt sei ausgeräumt, heißt es. Heute sagt die Grünen-Chefin über den Kanzler: „Christian Stocker ist jemand, der mit Ruhe und Ausgeglichenheit arbeitet – das schätze ich an ihm. Aber Österreich braucht frische Ideen, und die Zeit drängt. Da erwarte ich mir auch, dass vom Herrn Bundeskanzler noch mehr kommt.“
Ich bin eine Persönlichkeit mit mehreren Facetten. Die Funktion des Generalsekretärs erforderte eine andere Facette als die des Bundeskanzlers. Aber ich bemühe mich stets, den richtigen Ton zu treffen
Der Parteisoldat
Erstmals öffentlich aufgefallen ist Christian Stocker 2022 im ÖVP-Korruptions-Untersuchungsausschuss. Gemeinsam mit Fraktionschef Andreas Hanger wehrte er die Fragen an den damaligen Bundeskanzler Karl Nehammer ab und zettelte Debatten über die Geschäftsordnung an. Nehammer konnte sich zurücklehnen, die Arme verschränken und musste kaum Antworten geben. Auch als Generalsekretär konnte Stocker gut poltern.
Zu seinen unterschiedlichen Rollen sagt er: „Ich habe weder als Generalsekretär noch als Bundeskanzler eine Rolle, die ich spiele. Die beiden Funktionen sind völlig unterschiedlich. Ich bin eine Persönlichkeit mit mehreren Facetten. Die Funktion des Generalsekretärs erforderte eine andere Facette als die des Bundeskanzlers. Aber ich bemühe mich stets, den richtigen Ton zu treffen. Der ist manchmal ein bisschen lauter, das andere Mal vielleicht ein bisschen diplomatischer.“
Den Großteil seines bisherigen Berufslebens verbrachte Christian Stocker in Wiener Neustadt, als Kommunalpolitiker, als Vizebürgermeister, als Rechtsanwalt. Die Kanzlei ist, laut eigenen Angaben, auf Strafrecht, Mediation, Insolvenz- und Sanierungsrecht, Immobilienrecht, Hausverwaltung sowie Ehe- und Familienrecht spezialisiert. Anwalt Michael Dohr, ebenfalls aus Wiener Neustadt und bekannt für seine bunten und ausgefallenen Anzüge, bezeichnet Stocker als „geschätzten und fairen Kollegen“. Im Jahr 2019 übernahm der heutige Regierungschef einen Fall, der für viel Aufsehen gesorgt hatte. In der Flugfeld-Kaserne in Wiener Neustadt wurde ein 31-jähriger Unteroffizier von zwei Diensthunden angefallen und zu Tode gebissen. Stocker vertrat den der „grob fahrlässigen Tötung“ verdächtigten Hundeführer. Mehr als ein Jahr nach dem schrecklichen Vorfall wurden die Ermittlungen eingestellt.
Der Anwalt
Bei einem anderen Fall versucht ein ehemaliger Bürgermeister einer niederösterreichischen Gemeinde, sich mit dem Namen Christian Stocker von Vorwürfen gegen ihn zu befreien. Was war passiert? „Wenn Ackerland günstig gekauft und später, nach einer Umwidmung in Bauland, um den zehnfachen Preis weiterverkauft wird und die Käufer Bürgermeister, Vizebürgermeister und ehemalige Bürgermeister sind, wird es schwierig“, schrieb die mittlerweile eingestellte Rechercheplattform Addendum kurz vor der niederösterreichischen Gemeinderatswahl im Jänner 2020. Gemeint war die Gemeinde Großebersdorf im Bezirk Mistelbach. Dort sollen, so lautete der Vorwurf, der Bürgermeister und dessen Vorgänger (beide ÖVP) als Privatpersonen landwirtschaftliche Flächen gekauft und diese dann als Gemeindefunktionäre in Bauland umgewidmet und mit riesigem Gewinn weiterverkauft haben. Stimmt nicht, konterten die schwarzen Politiker.
Die Causa schlug damals hohe Wellen, auch die „Niederösterreichischen Nachrichten“ berichteten über den Fall, zogen den Artikel wenig später aber wieder zurück. Die FPÖ brachte im Juli 2021 dazu eine parlamentarische Anfrage ein. Vergessen sind die umstrittenen Deals bis heute nicht. Weder von der einen, noch von der anderen Seite. Josef Krist, Bürgermeister von Großebersdorf von 1988 bis 2012 und einer der Profiteure der lukrativen Grundstücksgeschäfte, verfasste nach der Gemeinderatswahl 2025 einen zwölf Seiten langen offenen Brief an die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde.
Darin rollt er den ganzen Fall noch einmal auf und wehrt sich erneut gegen die Vorwürfe. Krist schreibt, dass die Grundstücke „einer gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft zur Schaffung von Wohnraum für die vor allem junge Bevölkerung der Gemeinde und der Region“ zur Verfügung gestellt werden sollten. „Die Errichtung des Kaufvertrags und dessen Abwicklung erfolgte durch den nunmehrigen Bundeskanzler Dr. Christian Stocker“, schreibt Krist. Darauf angesprochen, sagt der Bundeskanzler: „Ich habe keine Erinnerung an diesen Kaufvertrag. Ich habe als Anwalt unzählige Kaufverträge abgewickelt.“
Der Teamspieler
Im März 2025 geschah schließlich das, worüber Stockers Vater gesagt hatte: „Eher spielt der SC Wiener Neustadt in der Champions League.“ Der Fußballverein kickt weiterhin in der Landesliga, doch Christian Stocker ist Bundeskanzler. Er ist einer der wenigen Spitzenpolitiker in der ÖVP, die nicht klar einem der schwarzen Bünde zuzuordnen sind. Stocker ist lang genug bei der ÖVP, um zu wissen, dass die Bünde ernst genommen werden wollen – ohne sie geht nichts in der Volkspartei. Einmal pro Woche gibt es daher eine Sitzung mit den Interessenvertretern.


Wöchentlicher Ministerrat: Chistian Stocker mit SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler und NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger.
© APA-Images / APA / GEORG HOCHMUTHStocker ist niemand, der sich in den Vordergrund drängt, er lässt seinen Ministerinnen und Ministern recht viel Spielraum, er tritt auch innerhalb der Koalition stets verbindlich und freundlich auf. Er kann mit Andreas Babler und Beate Meinl-Reisinger besser als die beiden miteinander, ist aus seinem Umfeld zu hören. Nach dem wöchentlichen Ministerrat gibt es im kleinen Kreis mit den Regierungskoordinatoren, den Kabinettchefs und den Chefs der Parlamentsklubs noch Kaffee und Kuchen, in dieser Runde werden die wirklich heiklen Themen besprochen, viel offener als dies etwa im Ministerrat passiert.
Der Pragmatiker
Wenn der Kanzler eine Entscheidung getroffen hat, dann zieht er das durch, heißt es. SPÖ-Klubobmann Philip Kucher kann sich bei der Charakterisierung von Christian Stocker einen Seitenhieb auf Sebastian Kurz nicht verkneifen: „Jede Zeit braucht ihre Personen. Die Zeit der PR-Shows in Pflegeheimen, wo man nach Mittagessen fragt, ist zum Glück vorbei. Christian Stocker ist weniger an der Schlagzeile interessiert, das tut der Sache gut. Insgesamt habe ich ihn als ausgeglichenen Moderator kennengelernt, mit mehr Pragmatismus als Populismus.“
Stocker gilt nicht unbedingt als Hardliner in Sachen Asyl- und Migrationspolitik. Ganz im Unterschied zu Familien-, Europa- und Integrationsministerin Claudia Bauer, die meint, Migranten sollten Dialekt lernen oder postet: „Wusstest du, dass zwei Drittel das Zusammenleben mit Muslimen als schwierig empfinden?“ Vom Kanzler kommt keine Kritik an seiner Ministerin, er betont: „Deutschförderung und Deutschkenntnisse sind essenziell für eine gelungene Integration. Dazu stehe ich. Wer die Landessprache nicht beherrscht, wird sich schwertun. Und wir wollen, dass diejenigen, die zu uns kommen, sich integrieren und keine Probleme machen.“
Ob es denn sein könne, dass ihm Claudia Bauer die rechte Flanke abdeckt und er ganz froh sei, diese nicht bedienen zu müssen? Stocker: „Das sehe ich völlig anders.“ Er sei etwa stark kritisiert worden, als er gesagt habe, man müsse sich die Interpretation der Europäischen Menschenrechtskonvention ansehen. Mittlerweile würden ihm bei diesem Gedanken nicht nur jene folgen, die damals die Initiative mitgetragen haben, sondern viele andere Staats- und Regierungschefs in Europa. Stocker: „Es geht nicht darum, dass man irgendeine Flanke abdeckt. Es geht darum, dass man klarmacht, bei uns gelten Hausordnungen und Rechtsordnungen. Wer sich bei uns nicht wohlfühlt, ist nicht gezwungen, hier zu bleiben. So gesehen ist das die klare Position der Volkspartei.“
Christian Stocker ist weniger an der Schlagzeile interessiert. Das tut der Sache gut
Der Bodenständige
Eine Beschreibung für Christian Stocker, die wohl mehr aussagt, als nur dessen Partyqualitäten darstellt, lautet: Er ist nie der Erste, aber auch nicht der Letzte, der von einer Veranstaltung nach Hause geht. Stocker ist ein Normalo im dunklen Anzug, er hat keine Allüren, er ist strukturiert und uneitel. Vor allem Letzteres kommt bei einem Politiker selten vor.
In seinem direkten Umfeld hat Christian Stocker wieder einige der Gefolgsleute von Sebastian Kurz versammelt, etwa „Mr. Message Control“ Gerald Fleischmann, sowie jenen Mann, der besonders gern im Hintergrund bleibt und ohne dessen Einschätzung und Rat in der Ära Kurz keine Entscheidungen getroffen wurden: Stefan Steiner. Die Truppe im Kanzlerkabinett ist extrem jung, aber nicht unerfahren. Kabinettschef Michael Buchner kommt aus dem Finanzministerium und arbeitete als wirtschaftlicher Berater auch für Ex-Kanzler Karl Nehammer, andere sind bereits seit Stockers Zeit als Generalsekretär in dessen Team. Sie alle berichten, dass sie den Chef noch nie haben laut werden hören. Er sei unkompliziert und stets gut vorbereitet. Wo hapert es? Nun ja, in der Außenpolitik habe er am meisten dazulernen müssen, und das Englisch sei ausbaufähig. Stocker nimmt regelmäßig Englischunterricht. Und er sei kein Morgenmensch.
Christian Stocker ist nun 66 Jahre alt, aber er hat offenbar noch nicht genug: „Ich bin in der Funktion des Bundeskanzlers angekommen und erfülle diese mit großer Freude. Ich stehe für die nächste Wahl selbstverständlich zur Verfügung und werde antreten.“ Er verweist auf den deutschen Bundeskanzler, dieser sei mit 69 Regierungschef geworden, so alt wäre Stocker dann zu Beginn seiner zweiten Amtsperiode. Auf die Frage, was von seiner Kanzlerschaft als Vermächtnis bleiben soll, antwortet der ÖVP-Chef: „Wenn ich mir einen Nachruf darauf wünschen kann, dann Folgendes: In sehr schwierigen Zeiten mehr erreicht, als möglich erschienen ist.“

Steckbrief
Christian Stocker
Geboren in Wiener Neustadt, hat Christian Stocker die Politik schon früh hautnah erlebt: der Vater war ÖVP-Nationalratsabgeordneter. Stocker studierte Rechtswissenschaften, politisch verbrachte er viele Jahre in der Kommunalpolitik, ehe er im September 2022 Generalsekretär der Volkspartei wurde. Nach dem Rücktritt von Karl Nehammer wurde Stocker im Jänner 2025 zum ÖVP-Chef ernannt. Unter seiner Führung nahm die Partei Verhandlungen mit der FPÖ auf – die Gespräche scheiterten. Am 3. März 2025 wurde er als Bundeskanzler einer ÖVP-SPÖ-NEOS-Koalition angelobt. Stocker ist verheiratet, seine Ehefrau ist Psychologin, die beiden Kinder sind ebenfalls Juristen
Ausbildung | Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien (Dr. iur.)
Familienstand| Verheiratet, zwei Kinder
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 25/2026 erschienen.






