Der budgetäre Ausblick für die kommenden Jahre lässt tief blicken: Ein immer kleinerer Teil der Ausgaben bleibt für Maßnahmen im Sinne nachfolgender Generationen über.
32,8 Milliarden Euro sind im vergangenen Jahr aus dem Bundesbudget in den gesamten Pensionsbereich geflossen. Zum einen war es notwendig für die Pensionsversicherung (19,5 Milliarden Euro), zumal die Beiträge der Versicherten nicht ausreichen, zum anderen für die Ruhebezüge von Beamtinnen und Beamten (13,3 Milliarden Euro).
Summa summarum handelte es sich um 27 Prozent aller Ausgaben. Tendenz: stark steigend. 2031 werden es laut einem Strategiebericht*, den das Finanzministerium mit dem Doppelbudget 2027/2028 vorgelegt hat, ganze 42,6 Milliarden Euro bzw. 30,8 Prozent sein – also fast ein Drittel.
Strategiebericht
Zusätzlich zum jeweiligen Budget erstellt das Finanzministerium immer auch einen Strategiebericht. Ihm ist zu entnehmen, was für die kommenden vier Jahre zu erwarten ist. Gerechnet ab 2028 reicht dieser Zeitraum beim vorliegenden Doppelbudget bis 2031.
Parallel dazu fallen auch die Schulden und damit Finanzierungskosten immer schwerer ins Gewicht: Der Anteil der Ausgaben, der auf Zinsen entfällt, dürfte im Vergleichszeitraum von 5,6 auf 8,1 Prozent klettern.


Es ist eine Folge der „Koste es, was es wolle“-Politik der vergangenen Jahre sowie unterlassener Pensionsreformen, die dazu beitragen, dass zumindest die, die gesundheitlich dazu in der Lage sind, länger arbeiten. Verhängnisvoller: Es hat zur Folge, dass daneben die budgetären Spielräume für Ausgaben im Sinne nachfolgender Generationen immer kleiner werden.
So wird der Anteil der Ausgaben für „Familie und Jugend“ in den kommenden Jahren ebenso zurückgehen wie jener für „Bildung, Wissenschaft und Forschung“ oder auch der für „Standort, Infrastruktur und Umwelt“. Unterm Strich sieht sich die Regierung hier überall gezwungen, aufgrund der Entwicklungen bei Pensionen und Zinsen besonders stark auf die Bremse zu steigen. Die Familienbeihilfe wird bis einschließlich 2028 eingefroren.
Eingefroren werden auch die Zahlungen für Universitäten und Fachhochschulen – also ausgerechnet für einen Bereich, in dem künftige Fachkräfte ausgebildet werden und es damit auch um Standortsicherung geht. Überhaupt zusammengestutzt werden schließlich Ausgaben im Sinne des Klimaschutzes – trotz des Risikos, dass sich das morgen in Form von größeren Klimakrisenfolgen rächen könnte.
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 25/2026 erschienen.







