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Beide erreichen dabei aber nicht die für einen Sieg im ersten Wahlgang nötige absolute Mehrheit, womit vieles auf eine Stichwahl zwischen den beiden am 25. Oktober hindeutet. Flávio Bolsonaro von der rechten Liberalen Partei (PL) tritt für einen Abbau staatlicher Leistungen und ein härteres Vorgehen gegen Kriminalität ein. Lula von der linken Arbeiterpartei (PT) steht für die Fortsetzung seines Regierungskurses mit Sozialprogrammen, öffentlichen Investitionen und einer stärkeren Rolle des Staates.
Lula, der seit 2023 wieder Präsident ist, bewirbt sich um eine vierte Amtszeit. Der 80-Jährige war bereits von 2003 bis 2010 Staatschef. Flávio Bolsonaro sitzt seit 2019 im Senat und tritt erstmals für das Präsidentenamt an. Sein Vater wurde vom Obersten Gericht wegen eines Umsturzversuchs zu mehr als 27 Jahren verurteilt und sitzt derzeit aus gesundheitlichen Gründen im Hausarrest.
Insgesamt treten zwölf Kandidaten zur Präsidentenwahl an. Die übrigen zehn Bewerber liegen in den Umfragen jedoch deutlich hinter den beiden führenden Kandidaten. Gewählt werden neben dem Präsidenten und Vizepräsidenten auch zwei Drittel der 81 Sitze im Senat sowie alle 513 Abgeordneten der Abgeordnetenkammer. Zudem werden die Gouverneure der 26 Bundesstaaten und des Bundesdistrikts sowie die Abgeordneten der Landesparlamente gewählt. Erste vorläufige Ergebnisse werden in der Nacht zu Montag (MESZ) erwartet.
Supporters of Brazil's President and presidential candidate Luiz Inacio Lula da Silva show cardboard cutouts with his face during a campaign rally in Belo Horizonte, Minas Gerais state, Brazil on October 2, 2026. Brazilians go to the polls on October 4, 2026, in a tight race led by leftist President Luiz Inacio Lula da Silva and right-wing senator Flavio Bolsonaro, son of former president Jair Bolsonaro. (Photo by Gledston TAVARES / AFP)
