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Hella fordert verbindliche Standards für Hitzeschutz

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Außenliegender Sonnenschutz soll Gebäude in Österreich besser vor sommerlicher Überhitzung schützen.

Der Sonnenschutzanbieter Hella fordert verbindliche Standards für den Hitzeschutz bei Neubauten und Sanierungen. Nach Ansicht des Osttiroler Unternehmens muss sommerlicher Wärmeschutz in der Bauplanung denselben Stellenwert erhalten wie die Wärmeversorgung im Winter. Betroffen sind nicht nur Wohnungen, sondern auch Schulen, Büros, Kindergärten, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und andere öffentliche Gebäude.

In Innenräumen steigen die Temperaturen laut Hella zunehmend auf 30 Grad Celsius und mehr. Das hat Folgen für Gesundheit, Lebensqualität und Produktivität. Herz-Kreislauf-Probleme, Konzentrationsschwierigkeiten, schlechter Schlaf und Erschöpfung gehören für viele Menschen inzwischen zur sommerlichen Belastung.

„Die Gefahren von Hitzewellen werden immer noch unterschätzt“, sagt Andreas Kraler, geschäftsführender Gesellschafter der Hella Gruppe. Hitzeschutz sei „keine Frage des Budgets, sondern von Gesundheit und sozialer Gerechtigkeit“. Bund, Länder und Gemeinden seien in der Verantwortung, öffentliche Gebäude rasch hitzefit zu machen und die Bevölkerung wirksam vor den Folgen zunehmender Hitzewellen zu schützen.

Gebäude prägen die Hitzebelastung

Wie stark Menschen unter Hitze leiden, hängt wesentlich von der Qualität der Gebäude ab. Große unbeschattete Glasflächen, fehlender außenliegender Sonnenschutz sowie unzureichend gedämmte Fassaden und Dächer können dazu führen, dass sich Innenräume stark aufheizen und die Wärme lange speichern.

Besonders betroffen sind Dachgeschosse, ältere Bestandsgebäude und Gebäude mit großen Glasfassaden. Dort, wo Gebäude konsequent verschattet und mit wirksamen Sonnenschutzlösungen ausgestattet sind, können Innenräume laut Hella um bis zu zehn Grad Celsius kühler bleiben. Das verbessert den Wohnkomfort, schafft bessere Lernbedingungen und entlastet Arbeitsplätze sowie Einrichtungen für Kinder, Patientinnen und Patienten oder pflegebedürftige Menschen.

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Hitze wird zum sozialen und wirtschaftlichen Risiko

Hohe Temperaturen in Innenräumen wirken sich unmittelbar auf Alltag und Gesundheit aus. In Büros und Betrieben steigt die Belastung für Beschäftigte, in Schulen und Kindergärten wird Lernen erschwert, in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen müssen besonders vulnerable Menschen geschützt werden.

Hella verweist zudem auf wirtschaftliche Folgen. Fehlende Kühlung und mangelnder Sonnenschutz können Krankenstände, Produktivitätsverluste und Energiekosten erhöhen, etwa durch den verstärkten Einsatz von Klimageräten.

Die Belastung trifft nicht alle Bevölkerungsgruppen gleich stark. Ältere Menschen, Kinder, chronisch Kranke und Menschen mit geringem Einkommen sind besonders gefährdet. Wer in schlecht sanierten Wohnungen lebt oder an Arbeitsplätzen ohne ausreichenden Sonnenschutz tätig ist, ist Hitze oft stärker ausgesetzt. Gleichzeitig können oder wollen sich viele Haushalte energieintensive Klimaanlagen nicht leisten.

„Außenliegender Sonnenschutz schützt die Gesundheit, verbessert die Lebensqualität und reduziert gleichzeitig den Energiebedarf für Kühlung“, sagt Kraler. Was fehle, seien verbindliche Standards und flächendeckende Förderungen, damit wirksamer Hitzeschutz für alle zugänglich werde.

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Hitzeschutz soll verpflichtender Baustandard werden

Sommerlicher Wärmeschutz werde beim Bauen und Sanieren vielfach noch als Komfortmerkmal behandelt, kritisiert Hella. Während Wärmedämmung, Heizsysteme und Energieeffizienz längst feste Bestandteile der Bauplanung seien, fehlten vergleichbare Standards gegen sommerliche Überhitzung.

Das Unternehmen fordert daher, Hitzeschutz konsequent in Bauvorschriften, Förderprogramme und Sanierungsstrategien zu integrieren. Das betrifft den Wohnbau ebenso wie Bürogebäude, Produktionsstätten, Bildungseinrichtungen, Krankenhäuser, Pflegeheime und andere öffentliche Gebäude. Innenräume müssten auch während Hitzewellen nutzbar bleiben.

Sonnenschutz wirkt an der Gebäudehülle

Aus Sicht von Hella beginnt wirksamer Hitzeschutz an der Gebäudehülle. Außenliegender Sonnenschutz, etwa in Form von Rollläden, Raffstores, Jalousien oder Markisen, stoppt Sonnenenergie bereits vor der Fensterscheibe. Dadurch wird verhindert, dass sich Glasflächen und Innenräume stark aufheizen.

Im Unterschied zu Ventilatoren oder innenliegenden Vorhängen setzt außenliegender Sonnenschutz direkt an der Ursache an und reduziert den Wärmeeintrag nachhaltig. Die Investition liegt laut Hella je nach Immobilie durchschnittlich bei ein bis drei Prozent der gesamten Baukosten. In vielen Gebäuden lasse sich außenliegender Sonnenschutz zudem ohne aufwendige Umbauten nachrüsten.

„Außenliegender Sonnenschutz ist bauphysikalisch die wirksamste Maßnahme im Hitzeschutz und kann binnen weniger Wochen nachgerüstet werden“, sagt Kraler. Die Lösungen seien längst verfügbar. Nun brauche es technisches Verständnis, klare Standards und Förderprogramme, die neben der Wärmeversorgung auch den Hitzeschutz als Grundversorgung garantieren.

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