ABO

Vernissage Robert x Bernhard Comploj: Heiß, heißer, „Hollerei“

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
2 min
Artikelbild
©Martina Lajczak

Am 23. Juni eröffnete sich abends in der "Hollerei"-Galerie ein skulpturaler Dialog zwischen den Künstler-Brüdern Robert und Bernhard Comploj. Ergründet wurde dabei eines: die erotische Sinnlichkeit zweier Materialien, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

36 Grad und es wird noch heißer: Etwa im Galerie-Schauraum der "Hollerei". Dort geht es seit gestern Abend besonders heiß her. Die Künstler-Brüder Robert und Bernhard Comploj nutzen die offerierte Kunstfreiheit und treiben die Temperaturen dabei ins Unermessliche.

Eindeutig phallische Holzformen treffen auf subtil-erotische Glasornamentik: Während Bernhard Comploj in seinen – etwa phallischen – Holzskulpturen nämlich das Explizite mehrheitlich explizit nicht zu verschleiern versuchte, bedarf es bei Robert Complojs Glasarbeiten eines zweiten Blickes: Mit enormer Detailverliebtheit gestaltete er für die Ausstellung vom Barock inspirierte Vasen und sakral-anmutende Wandobjekte.

Dass sich unter die mehr oder minder venezianische Glasornamentik wiederkehrend eindeutig als solche zu erkennende Geschlechtsteile mischten – die sich in ihrer Explizitheit jeder Deutungsvielfalt verwehren – entgeht zumindest dem Auge aufmerksam Betrachtender keinesfalls. So stellte die gläserne Monstranz etwa keine geweihte Hostie zur Schau, sondern ergründet durch eine mit Präzision gestaltete Vulva gewissermaßen den tatsächlichen Ursprung der Welt.

Für anatomische Korrektheit sorgte die Eröffnungsrede des renommierten Gefäßchirurgen Afshin Assadian, ehe die „Hollerei“ mit einem kulinarischen Verwöhnprogramm aufwartete.

KUNSTTIPP

Events der Woche

Über die Autoren

Logo
Monatsabo ab € 21,75
Ähnliche Artikel
2048ALMAITVEUNZZNSWI314112341311241241412414124141241TIER