Nach eskalierten Verhandlungen kocht Sepp Schellhorn nachts Puttanesca oder Risotto. In der Politik sucht er Entspannung am Herd.
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Wenn Sie am Abend nach Hause kommen und in der Politik ist wieder mal so gar nichts weitergegangen: Was ist Ihr Comfort Food?
Ich kann Ihnen ein Beispiel sagen: Das letzte Mal bin ich um Mitternacht nach Hause gekommen, nachdem es bei den Budgetverhandlungen eskaliert ist. Da habe ich bis 2 Uhr in der Nacht gekocht, um mich zu entspannen, und einen Riesen-Häfen Puttanesca gemacht. Die Pasta Puttanesca haben historisch die leichten, bezahlbaren Damen in Italien gemacht, mit dem, was man immer zu Hause hat: Tomaten, Sardellen, Kapern, Oliven.
Natürlich habe ich auch alles zu Hause dafür – ich bin ja ein Koch! Was ich noch lieber mache, um mich zu entspannen, ist Risotto rühren. Aber da muss man einen ganz großen Häfen machen und man muss es gleich essen. Risotto für eine Person geht nicht. In „House Of Cards“ setzt sich Francis Underwood auf die Rudermaschine. Ich koche. (Lacht und deutet an sich herab.) Man sieht es ja.

Steckbrief
Sepp Schellhorn
Josef „Sepp“ Schellhorn stammt aus einer Gastronomen-Familie und übernahm 1996 den elterlichen Betrieb „Der Seehof“ in Goldegg am See. In den Jahren darauf eröffnete er das „M32“ am Mönchsberg in Salzburg sowie weitere Lokale in Bad Hofgastein und Sportgastein. 2021 übernahm er das Traditionsgasthaus „Bierführer“ in Goldegg.
Politisch war Schellhorn zuerst im ÖVP-Wirtschaftsbund engagiert. 2013 wechselte er zu den neu gegründeten NEOS und wurde eines ihrer bekanntesten Gesichter. Nach einem zwischenzeitlichen Abschied aus der Politik 2021 kehrte er 2024 wieder zurück und wurde 2025 Staatssekretär für Deregulierung und Auslandskultur.
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 24/2026 erschienen.







