Exklusive Führung mit Klaus Albrecht Schröder – WAM Austellung zeigt die Geburtsstunde des Wiener Aktionismus anhand von mehr als 100 frühen Arbeiten Hermann Nitschs.
Die NEWS Masterclass lud gemeinsam mit dem Wiener Aktionismus Museum, zu einer exklusiven Führung. Prof. Klaus Albrecht Schröder führte die Gäste in persönlicher Atmosphäre durch die Ausstellung zu Hermann Nitsch und erklärte die Geburtsstunde des Wiener Aktionismus.
Im Zentrum des Abends stand jene Phase zwischen 1960 und 1965, in der Nitsch eine radikale künstlerische Sprache von bemerkenswerter Konsequenz entwickelte. Bereits in jungen Jahren legte er damit die Grundlagen seines späteren Œuvres.
Hermann Nitschs radikale Bildsprache
Die von Julia Moebus-Puck kuratierte Ausstellung versammelt mehr als 100 Arbeiten aus dieser prägenden Zeit. Zu sehen sind frühe Schütt- und Rinnbilder, Reliktmontagen sowie Werke aus der Zeit vor 1960. Sie machen sichtbar, wie sich Nitsch vom geschulten Grafiker zum eigenständigen Künstler entwickelte.
Farbe wird in diesen Arbeiten nicht nur aufgetragen, sondern geschüttet, verronnen und körperlich erfahrbar gemacht. Das Bild wird bei Nitsch zu einem Ort, an dem existenzielle Zustände unmittelbar sichtbar werden.
Kunst im Klima des Nachkriegsösterreichs
Schröder ordnete Nitschs Werk in das gesellschaftliche Umfeld des Nachkriegsösterreichs ein. Es war eine Zeit, die von Verdrängung, Schweigen und dem Wunsch nach Ordnung geprägt war. Nitschs Kunst setzte dem eine expressive, körpernahe Bildsprache entgegen.
Mit Blut überschüttete Menstruationsbinden, Pflaster und Taschentücher werden in Verbindung mit liturgischen Geräten und Gewändern zu zentralen Bedeutungsträgern. Sie verweisen auf Wunde, Heilung, Opfer und Transformation und verbinden körperliche Spuren mit symbolischen Ebenen.
Get-together nach der NEWS Masterclass
Im Anschluss an die Führung luden NEWS und das Wiener Aktionismus Museum zu einem entspannten Get-together. Unter den Gästen waren Jürgen Baumgartner, Bernd Bartosek, Thomas Gindele, Cornelius Granig, Karoline Mihelic, Michael Schmidt, Christoph Jünger und Philipp Wassenberg.
Rahmenprogramm zur Ausstellung HERMANN NITSCH. 1960 – 1965
MEINE 1960ER JAHRE
Gesprächsreihe in Kooperation
mit und im Palais Coburg Residenz,
Coburgbastei 4, Wien 1
EINTRITT FREI, Beginn: 18.30 Uhr
Mittwoch, 6. Mai 2026
MICHAEL KÖHLMEIER
im Gespräch mit
Klaus Albrecht Schröder
Mittwoch, 20. Mai 2026
URSULA PASTERK
im Gespräch mit
Klaus Albrecht Schröder
Mittwoch, 03. Juni 202
HEINZ FISCHER
im Gespräch mit Martina Salomon.
Das WIENER AKTIONISMUS MUSEUM in Kooperation mit der Tageszeitung Kurier.
Mittwoch, 17. Juni 2026
OSCAR BRONNER
im Gespräch mit
Klaus Albrecht Schröder
Anmeldungen und weitere Informationen finden Sie unter:







