Am 15. Oktober lud NEWS gemeinsam dem Leopold Museum zur Ausstellung: Herbert Boeckl & Hans Josephsohn – ein Dialog zweier Archetypen des Figuralen.
Sie sind einander nie begegnet, zwischen ihnen liegt eine Generation und wer weiß, ob sie überhaupt voneinander wussten: Nichtsdestotrotz verbindet den heimschen Vertreter der Moderne, Herbert Boeckl, und den jüngeren Schweizer Bildhauer, Hans Josephsohn, Offensichtliches. „Während sich die Kunst nach 1945 stark in Richtung Abstraktion bewegte, kehrten beide zur menschlichen Figur als künstlerischen Ausdrucksträger zurück und blieben ihr treu“, eröffnet Hans-Peter Wipplinger, Direktor des Leopold Museums und Kurator der Ausstellung, die NEWS Masterclass.
Hans Josephsohns formale, prozesshafte Suche nach der Figur begründet in der Akkumulation von Material
© Eszter BarabasEine ebenso augenscheinliche Analogie: Deren Interesse an der Physis des Materials. „Josephsohn akkumulierte Gips für die Entstehung seiner Bronzegüsse zu eindrücklicher Präsenz, wohingegen Boeckl Farbe als Material nutzte und zu seinen pastösen Farbreliefen schichtete.“ Eine außergewöhnliche Formfindung, die auch die rund 50 geladenen Gäste des exklusiven Events in ihren Bann zog. „Die Mystik der Materialakkumulation spricht hier für sich“, beendet Wipplinger den Rundgang durch die Ausstellung, ehe der Abend bei Networking im Café Leopold seinen Ausklang fand.

