Christine Nöstlinger (1936-2018) hätte am 13. Oktober Geburtstag gefeiert. Das Theater im Rabenhof und eine cineastische Dokumentation würdigen die Schöpferin des „Gurkenkönigs“.
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Christine Nöstlinger (1936-2018) wäre am 13. Oktober 90 geworden. Das Theater im Rabenhof und eine cineastische Dokumentation würdigen die Schöpferin des „Gurkenkönigs“.
Im Juni 2018 verabschiedete sich Christine Nöstlinger von News-Kulturchef Heinz Sichrovsky mit einem Gedicht: „Zwenig gaunga, vü zvü gsessn, / blad gfressn. / Zwenig denkt, vü zvü gschrian, / la im Hian. / Zwenig gwand, vü zvü glochd, / zu nix brochd. / Zwenig zweifet, vü zvü vatraut, / nix duachschaut. / Zwenig griagt, vü zvü heagem. / Owa sunst: A schenes Lem!“ Aus gesundheitlichen Gründen wollte sie das Interview am Telefon führen. Es sollte ihr letztes sein. 18 Tage später verstarb sie an der Lungenkrankheit COPD.
Kinderbücher hatte sie damals keine mehr geschrieben. Aber ihre Figuren, wie der Gurkenkönig und der kleine Franz, dessen Geschichten mit Ursula Strauss feinsinnig verfilmt worden sind, prägten die Kindheit von Generationen und werden dies auch noch weiter tun. 2003 wurde ihr neben Maurice Sendak der erste Astrid-Lindgren-Gedächtnis-Preis, der Nobelpreis der Kinderliteratur, verliehen.
Seit 2021 vergibt der Hauptverband des österreichischen Buchhandels eine Würdigung, die ihren Namen trägt. Ausgezeichnet werden Autoren, die Kindern eine Stimme geben und humanistische Prinzipien in ihren Büchern fordern. So wie Christine Nöstlinger selbst. Wie sie das tat, schildert Alexandra Schneider in ihren Dokumentarfilm „Nöstlinger. Sowieso und überhaupt“ (ab 16. Oktober im Kino). „Kinder brauchen keine Schonkost“, stellte Christine Nöstlinger in einem Interview klar, das im Film zu sehen ist. Denn sie seien ebenso mit Problemen beladen wie Erwachsene. Da könne ihnen der Autor nur helfen, wenn er die Welt nicht verschönt darstellt.
Nöstlinger – Eine Hommage
Für das Theater im Rabenhof haben Stefanie Sargnagel und Gerald Votava eine Nöstlinger-Hommage konzipiert. Der Abend bewegt sich zwischen literarischer Aneignung und zeitgenössischer Relektüre. Premiere ist am 13. Oktober 2026.
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 41/2026 erschienen.
