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Vom Käselaib bis zur Discokugel: „Crazy Cheese“ kommt unter den Hammer

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©Imago / Eibner

Nach der Pleite von „Crazy Cheese“ wird die Ausstattung des Käseunternehmens versteigert: Rund 660 Positionen kommen unter den Hammer.

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Nach der Pleite der „Crazy Cheese“-Unternehmensgruppe des medial immer wieder als „Käse-Millionär“ titulierten Roland Ludomirska kommt nun die gesamte Ausstattung samt Ware – darunter auch dutzende Käselaibe – unter den Hammer. Das Auktionshaus Aurena übernimmt die Versteigerung des Firmensitzes in Hart bei Graz. 660 Positionen werden angeboten, die ersten Zuschläge erfolgen ab dem 24. August, teilte das Auktionshaus am Donnerstag in einer Aussendung mit.

Das Unternehmen hat exklusive Käsesorten und Spezialitäten vertrieben. Im Juli wurde von der „Crazy Cheese Manufacture Holding GmbH“ und deren 100-prozentiger Tochter MRL Crazy Cheese Manufacture W GmbH selbst das Konkursverfahren beim Landesgericht Graz beantragt. Alle Geschäfte der Firma, die sich selbst als „wohl exklusivsten Käse-Store der Welt“ bezeichnete, sind bereits geschlossen.

Käselaibe ab 20 Euro

Unter den nun angebotenen Versteigerungs-Positionen finden sich Deko-Käselaibe aber auch originale Käselaibe. Für 100 g legten die Kunden vormals um die 20 Euro aufwärts auf den Tisch, nun sind die letzten der 10-Kilo-Käselaibe ab einem Rufpreis von 20 bis 25 Euro zu haben. Daneben wird auch Zubehör wie Käseglocken, Schneidbretter oder Käsereiben angeboten und auch professionelle Gastro-Ausstattung wie Aufschnitt- und Vakuumiermaschinen, Waagen, Büro- und IT-Ausstattung sowie der gesamte Ladenbau mit Bar, Stehtischen und Barhockern. Auch Champagnergläser, Kaviardosen, Luster, ein handgemachter Champagnersäbel und eine glitzernde Discokugel sind ersteigerbar.

Gebote sind laut dem Auktionshaus bereits möglich, die ersten Zuschläge erfolgen am 24. August 2026 ab 11 Uhr. Die Besichtigung in der „Crazy Cheese“-Firmenzentrale sei am 20. August 2026 von 9 bis 12.00 Uhr möglich.

Wirtschaftliche Folgen der COVID-Pandemie als Insolvenzursache

Die wesentliche Insolvenzursache liegt laut Konkursantrag dem KSV zufolge in wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie. Im Jahr 2020 wurde die Entscheidung getroffen, sieben neue Standorte zu eröffnen – damals seien die folgenden Lockdowns noch nicht vorhersehbar gewesen. Damit verbundene Betriebsschließungen und Umsatzrückgänge belasteten finanziell.

Trotz Einsparmaßnahmen und Stundungen hätten die Kosten nicht gedeckt werden können. Ab dem heurigen Jahr sei es zu einem neuerlichen Umsatzrückgang gekommen – dieser sei einem Rückgang der Kaufkraft geschuldet gewesen. Somit seien die Sanierungsbemühungen gescheitert. Die Aktiva betragen 32.000 Euro, die Passiva 358.000 Euro, summiert man die Werte der Holding und ihrer Tochter. Es gibt insgesamt gut 30 Gläubiger.

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