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Unter den fünf Erzeugnissen, die den versprochenen UV-Schutz nicht einhielten, waren sowohl günstige als auch ein sehr hochpreisiges Produkt. Unter den 13 Cremen mit "guter" Bewertung befanden sich Eigenmarken und Markenprodukte - in einer Preisspanne von 2,80 bis 37,27 Euro pro 100 Milliliter.
Anhand der Inhaltsstofflisten wurde überprüft, ob ökologisch problematische Stoffe bzw. UV-Filter enthalten sind. Dazu zählen laut VKI etwa die Substanzen Octocrylen, Oxybenzon oder DHHB. "Bei diesem Prüfpunkt kommt kaum ein Produkt über 'weniger zufriedenstellend' hinaus", lautet das Fazit. "Umweltkritische Stoffe finden sich in fast allen Produkten des Testfeldes."
Nur drei der getesteten Naturkosmetikprodukte kommen ohne kritische Substanzen aus. Zwei davon versagen leider beim UV-Schutz. Das dritte Naturkosmetikerzeugnis punktete zwar sonst in beiden Kategorien, "patzte" aber in der Anwendung: "Die dickflüssige Konsistenz und der mineralische Sonnenschutzfilter sorgen für den unbeliebten 'Weißel-Effekt', bei dem sich ein sichtbarer heller Schleier auf der Haut zeigt", so die Konsumentenschützer.
Ein Sonnenschutzmittel, das alle Testkriterien gleichermaßen erfüllt - vom UV-Schutz über Umweltkriterien bis zu guter Anwendbarkeit - "bleibt derzeit Wunschvorstellung", so die Erkenntnis des VKI. "Dennoch ist und bleibt die Verwendung von Sonnencreme ein unglaublich wichtiger Faktor, um die Haut vor UVA- und UVB-Strahlung und deren Folgen zu schützen", betonte Birgit Schiller, Kosmetik- und Chemie-Expertin des Vereins. "Gerade auf der noch dünnen Kinderhaut kann die Sonne Schäden verursachen, die sich über die gesamte Lebenszeit summieren."
Ein spezielles Kindersonnenschutzmittel sei gar nicht nötig. "Grundsätzlich ist jedes Sonnenschutzmittel mit einem ausgelobten UV-Schutz von zumindest 50 geeignet", so die Expertin.
KAUFBEUREN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/Karl-Josef Hildenbrand





