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RK-Chefarzt: Große Mengen Alkohol bei Hitze vermeiden

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++ ARCHIVBILD ++ Wasser hilft den Flüssigkeitshaushalt aufrechtzuerhalten
Besonders bei Hitze sollte man Bier, Spritzwein und Co nur in Maßen konsumieren, sagte Wolfgang Schreiber, Chefarzt vom Roten Kreuz, am Montag im Gespräch mit der APA. Denn sowohl hohe Temperaturen als auch Alkohol führen zu vermehrtem Flüssigkeitsverlust. Dadurch ist das Risiko der Dehydration erhöht. Der Mediziner riet, ausreichend Wasser zu trinken. "Größere Mengen an Alkohol sollte man bei hohen Temperaturen jedenfalls vermeiden", sagte Schreiber.

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Alkohol beeinflusse ein Hormon in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), welches die Harnproduktion reguliert. "Wenn man viel Alkohol trinkt, muss man viel Harn lassen." Durch die hohen Temperaturen schwitzt der Körper zudem - eigentlich "ein sinnvoller Kühlmechanismus für den Organismus". Beides führe aber zu einem verstärkten Flüssigkeitsverlust und dadurch zu einem höheren Risiko der Austrocknung. Es ist also notwendig, mehr Wasser zu trinken, um das Gleichgewicht beim Flüssigkeitshaushalt aufrechtzuerhalten.

Aussagekräftige Daten zu mehr Einsätzen durch Hitze und Alkohol gebe es beim Roten Kreuz nicht. Was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter allerdings beobachten würden: Die Kombination aus hohen Temperaturen und körperlicher Aktivität fordere die Einsatzkräfte vermehrt: "Ein Beispiel ist der diesjährige Marathon in Wien, der an einem sehr warmen Tag stattgefunden hat. Das war für die Rettungsdienste und Krankenhäuser durchaus eine Herausforderung", berichtete der Chefarzt. Im Wiener AKH seien an dem Tag 70 Personen betreut worden, bei den Rettungsdiensten vor Ort wesentlich mehr. An kühlen Marathon-Tagen hätte die Laufveranstaltung kaum Auswirkungen auf die Rettungsdienste gehabt.

Ganz allgemein erinnerte der Mediziner daran, bei Hitze auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Auch sollte man zwischendurch kühle Orte aufsuchen und den Kopf vor direkter Sonnenstrahlung schützen. Besonders gefährlich sei Hitze für vulnerable Gruppen - Kinder, Seniorinnen und Senioren sowie chronisch Kranke.

MÜNCHEN - DEUTSCHLAND: ++ ARCHIVBILD ++ (ARCHIVBILD VOM 3.10.2021) - FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Finn Winkler/Finn Winkler

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