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Gefühlt ist das wie mit dem Naschen von rohem Teig: Jeder hat schon mal gehört, dass das gefährlich für die Gesundheit sein soll, schleckt aber trotz Salmonellen- oder E.coli-Bakterien-Gefahr gern mal mit Genuss den Kochlöffel ab. Was sollte einem da schon mit gebratenem Reis aus übriggebliebenen Resten von gestern passieren? Im schlimmsten Fall löffelt man Reiskörner in sich hinein, die mit einer Menge sporenbildender Bakterien vom Typ Bacillus cereus überzogen sind, warnen Ernährungsexpertinnen und- experten.
Sporen dieser Bakterien können sich bei falscher Aufbewahrung zu Kolonien neuer Bakterien entwickeln, die Giftstoffe bilden, warnen Expertinnen und Experten. Diese Bakterien vermehren sich besonders schnell, wenn gekochter Reis langsam bei Zimmertemperatur abgekühlt oder bei lauwarmen Temperaturen warmgehalten wird.
Das Gemeine an den Toxinen, die zum sogenannten "Fried Rice Syndrom" mit Erbrechen, Bauchkrämpfen und Durchfall führen können: "Bereits im Lebensmittel gebildetes Erbrechenstoxin kann durch erneutes Erhitzen nicht inaktiviert werden", klären Expertinnen und Experten auf. Erkrankungen würden meist 6 bis 24 Stunden nach dem Verzehr beginnen.
Frisch gekochte Nudeln oder Reis sind keimarm, bieten jedoch einen idealen Nährboden für Mikroorganismen. Reste von Reisgerichten können aufgewärmt werden - wenn man einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet. Dazu gehöre, den Reis nicht lange in der Küche ungekühlt bei Zimmertemperatur stehenzulassen. Wichtig sei, dass der Reis im Kühlschrank rasch abgekühlt oder bei über 65 Grad Celsius warmgehalten wird.
Nur so könne man verhindern, dass Keime überhaupt wachsen beziehungsweise Sporen auskeimen. Doch auch dann sollte gekochter Reis innerhalb eines Tages verzehrt werden. Wer das versäumt, gibt den Sporen die Chance, auszukeimen. Die Bakterien des Bacillus cereus können sich im Bereich von 7 bis 48 Grad vermehren.
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WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Christin Klose/Christin Klose






