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Untersucht wurden Cottage-Cheese-Produkte aus Supermärkten, Diskontern und Bio-Märkten. Getestet wurden klassische, fettreduzierte, laktosefreie Varianten und Produkte, die ausdrücklich als Protein-Produkte beworben werden. Die beste Bewertung mit 93 von 100 Punkten holte sich das Eigenmarkenprodukt einer Supermarktkette. Mit 5,96 Euro pro Kilo zählt es zugleich zu den günstigsten Produkten im Test.
"Der Test zeigt, dass Konsument:innen bei Cottage Cheese insgesamt ein hohes Qualitätsniveau vorfinden. Auffällig ist außerdem, dass günstige Produkte vielfach ebenso gut abschneiden wie deutlich teurere", sagt Ernährungswissenschafterin Teresa Bauer.
Obwohl 17 der 25 getesteten Produkte mit Aussagen wie "reich an Protein" oder "natürliche Proteinquelle" werben, zeigt der Nährwertvergleich, dass sich die Produkte beim Eiweißgehalt kaum unterscheiden. Er liegt bei allen zwischen 9,9 und 12 Gramm pro 100 Gramm. Cottage Cheese punktet von Haus aus mit einem hohen Proteingehalt. Die Voraussetzungen für entsprechende Protein-Auslobungen erfüllen deshalb alle getesteten Produkte, unabhängig davon, ob sie damit werben oder nicht.
Beim Preis kann man einsparen, wenn man nicht auf die Werbeversprechen, sondern auf die Nährwertangaben achtet. Höhere Preise gehen nämlich nicht automatisch mit einem höheren Proteingehalt einher. Auch günstige Produkte erweisen sich im Test als starke Eiweißquellen. "Wer Cottage Cheese als Proteinquelle nutzen möchte, findet diese Eigenschaft bereits im Standardprodukt. Die Protein-Werbung vermittelt oft einen Mehrwert, der in der Praxis kaum vorhanden ist", so Bauer.
Insgesamt gilt: Cottage Cheese eignet sich gut als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Dennoch empfiehlt es sich, ihn regelmäßig mit anderen Milchprodukten wie Naturjoghurt, Skyr oder Buttermilch sowie mit pflanzlichen Alternativen abzuwechseln. Ein durchschnittlicher Becher mit 200 Gramm enthält nämlich etwa 1,4 Gramm Salz. Das ist gar nicht so wenig und kann bei übermäßigem Konsum die empfohlene Höchstmenge von fünf Gramm überschreiten.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Zacharie Scheurer/Zacharie Scheurer
