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So zeigt die Forscherin von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und aktive Notfallsanitäterin auf, mit welch fadenscheinigen Begründungen Frauen über Jahrhunderte vom Medizinstudium ausgeschlossen wurden, etwa wenn Professoren behaupteten, Frauen seien wegen ihres kleineren Gehirns geistig gar nicht in der Lage, Medizin zu studieren, oder zu emotional, um Kranke zu behandeln. Angetter-Pfeiffer porträtiert u.a. die Pionierin der Krankenversorgung Florence Nightingale, die gebürtige Altösterreicherin Gerty Cori, die den Glykogenstoffwechsel entscheidend miterforschte, dafür aber lange keine gleichwertige Position bekam, ehe sie 1947 gemeinsam mit ihrem Mann den Medizin-Nobelpreis erhielt, oder die erste Arbeitsmedizinerin Jenny Adler-Herzmark, die sich nach dem Ersten Weltkrieg für bessere und sicherere Arbeitsbedingungen einsetzte.
Service: Daniela Angetter-Pfeiffer: "Bekämpft und verboten - Frauen in der Medizin", Amalthea Verlag, 320 S., 30 Euro; ISBN-13: 978-3-99050-308-9
