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Wie Frauen aus der Geschichte der Medizin verdrängt wurden

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©APA, dpa, Sebastian Gollnow
Wie Frauen von der Antike bis zur Neuzeit aus der Medizin verdrängt wurden, aber auch, welche Pionierinnen sich gegen alle Widerstände durchsetzen konnten, zeigt die Medizinhistorikerin Daniela Angetter-Pfeiffer in ihrem neuen Buch "Bekämpft und verboten - Frauen in der Medizin" (Amalthea Verlag). Sie erzählt darin von Hebammen, Krankenschwestern, Chirurginnen und Nobelpreisträgerinnen, deren Namen heute kaum jemand kennt, obwohl die moderne Heilkunde ihnen wesentliche Beiträge verdankt. Das macht das Buch zu einer Chronik der Ausgrenzung, Verfolgung und verlorenen Karrieren, aber auch zu einem Bericht über Mut, Widerstand und außergewöhnliches Engagement.

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So zeigt die Forscherin von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und aktive Notfallsanitäterin auf, mit welch fadenscheinigen Begründungen Frauen über Jahrhunderte vom Medizinstudium ausgeschlossen wurden, etwa wenn Professoren behaupteten, Frauen seien wegen ihres kleineren Gehirns geistig gar nicht in der Lage, Medizin zu studieren, oder zu emotional, um Kranke zu behandeln. Angetter-Pfeiffer porträtiert u.a. die Pionierin der Krankenversorgung Florence Nightingale, die gebürtige Altösterreicherin Gerty Cori, die den Glykogenstoffwechsel entscheidend miterforschte, dafür aber lange keine gleichwertige Position bekam, ehe sie 1947 gemeinsam mit ihrem Mann den Medizin-Nobelpreis erhielt, oder die erste Arbeitsmedizinerin Jenny Adler-Herzmark, die sich nach dem Ersten Weltkrieg für bessere und sicherere Arbeitsbedingungen einsetzte.

Service: Daniela Angetter-Pfeiffer: "Bekämpft und verboten - Frauen in der Medizin", Amalthea Verlag, 320 S., 30 Euro; ISBN-13: 978-3-99050-308-9

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