Voller Erfolg für "Freiheitlichen in Kärnten":
"Fusion" mit FPÖ einstimmig beschlossen
- Scheuch mit 90,5 Prozent als Parteiobmann bestätigt
- Josef Bucher: "Das ist nicht mehr meine Partei"

·"FPK - Freiheitliche Partei-Kassierer"
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Nach der klaren Wiederwahl von Uwe Scheuch als Parteiobmann ist am FPK-Parteitag in Klagenfurt auch die Kooperation zwischen den "Freiheitlichen in Kärnten" und der FPÖ einstimmig beschlossen worden. Abgestimmt wurde in einer offenen Wahl. Mit diesem Schritt ist die Abspaltung der bisherigen Kärntner Landesgruppe des BZÖ von der Bundespartei und ihre Rückkehr zur FPÖ offiziell.
Beschlossen wurde eine Wahlplattform nach dem deutschen CDU/CSU-Modell mit der FPÖ. Diese Wahlplattform soll "die Autonomie und Eigenständigkeit der Freiheitlichen in Kärnten in keinster Weise einschränken", hieß es in dem Antrag. De facto wird die FPK bei der nächsten Nationalratswahl allerdings gemeinsam mit der FPÖ kandidieren. In Deutschland treten CDU und CSU dagegen jeweils als eigene Parteien an.
"Gratulation und Dank" für die Rückkehr des Kärntner BZÖ in die FPÖ kam von deren Bundesparteichef Strache. Er bezeichnete den Parteitag als "Startsignal der gemeinsamen Kampfansage an Rot-Schwarz und ihre politischen Trabanten".
Grüne fordern Neuwahlen
Die SPÖ schoss ihrerseits Strache an. Strache habe auch "den Hypokrimi und den Korruptionsverdacht rund um Scheuch ins blaue Boot zurück geholt", so Bundesgeschäftsführerin Rudas. Die Grünen forderten Scheuch und Landeshauptmann Dörfler auf, den Weg für Neuwahlen in Kärnten frei zu geben.
Bucher: "Das ist nicht mehr meine Partei"
Uwe Scheuch ist mit 90,5 Prozent der Stimmen als Parteiobmann wiedergewählt worden. 311 der 345 Delegierten stimmten für ihn. BZÖ-Obmann Bucher will das Ergebnis nicht anfechten. "Ich nehme das zur Kenntnis. Das ist aber nicht mehr meine Partei", sagte er. "Das Ergebnis war für mich absehbar, wenn man gesehen hat, was im Vorfeld alles unternommen wurde", sagte ein sichtlich enttäuschter Bucher. Über die Inszenierung des Parteitages müsse sich jeder selber ein Bild machen.
Scheuch: "Gemeinsame Zukunft"
Mit Landesfahnen war die FPK-Führungsspitze ins vollbesetzte Klagenfurter Konzerthaus eingezogen. Drinnen gab es "Uwe"-Sprechchöre und Kärntner Lieder. Einigen BZÖ-Sympathisanten wurde der Zutritt in den großen Saal verwehrt. Mit einer emotionalen Rede warb Scheuch dann für seine Wiederwahl zum Landesparteiobmann. Es sei naheliegend, dass die Freiheitlichen von BZÖ und FPÖ wieder zusammenrücken. "Eine gemeinsame Zukunft muss das Ziel sein", erklärte Scheuch.
Nach Scheuchs Rede ging BZÖ-Bundesobmann Bucher ans Rednerpult. Er erntete teilweise Pfiffe und Buhrufe im Saal. BZÖ-Generalsekretär Petzner beschwor anschließend in einem emotionalen Auftritt Freundschaft und Gemeinsamkeit, er erinnerte an die gemeinsamen Erfolge, die man errungen habe. Scheuch warf er vor, Bucher und ihn "monatelang belogen zu haben".
(apa/red)
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