Beim Herbstkongress 2026 der IG Lebenszyklus Bau stand die wirtschaftliche Weiterentwicklung bestehender Gebäude im Mittelpunkt. Diskutiert wurden neue Geschäftsmodelle, Finanzierungsmöglichkeiten und die Frage, unter welchen Voraussetzungen Sanierungen eine rentable Alternative zum Neubau darstellen.
Bestandsentwicklung als wirtschaftliche Chance
Steigende Baukosten, strengere regulatorische Vorgaben und wachsende ESG-Anforderungen stellen die Bau- und Immobilienwirtschaft vor neue Herausforderungen. Der Herbstkongress 2026 der IG Lebenszyklus Bau widmete sich deshalb der Frage, wie sich bestehende Immobilien wirtschaftlich erfolgreich weiterentwickeln lassen.
Im Mittelpunkt standen konkrete Projekte, Wirtschaftlichkeitsberechnungen und Finanzierungsmodelle. Diskutiert wurde insbesondere, welche Voraussetzungen Banken, Investoren und Eigentümer benötigen, um Sanierungen und Bestandsentwicklungen langfristig finanzierbar und wettbewerbsfähig zu gestalten.
Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft als Erfolgsfaktoren
Weitere Schwerpunkte bildeten der Einsatz künstlicher Intelligenz, digitale Planungsprozesse sowie neue Formen der Zusammenarbeit. Auch rechtliche Rahmenbedingungen für die Wiederverwendung von Baumaterialien und kreislaufwirtschaftliche Geschäftsmodelle wurden behandelt.
Interaktive Workshops, Studierendenprojekte und Ergebnisse aus Arbeitsgruppen zeigten praktische Ansätze für die Weiterentwicklung des Gebäudebestands. Vorgestellt wurde zudem ein von der Forschungsförderungsgesellschaft FFG gefördertes Weiterbildungslabor, das digitale und nachhaltige Kompetenzen in der Bauwirtschaft stärken soll.

