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"Wir werden auch Überkapazitäten abbauen müssen", teilte ein Sprecher mit. Zwar teilten Vorstand und Aufsichtsrat die Sorgen der Beschäftigten, Ziel sei es jedoch, den Konzern robuster und wettbewerbsfähiger zu machen.
Die Produktion in den Fahrzeugwerken in Zwickau und Emden solle in fünf Jahren auslaufen, berichtete das Magazin "Spiegel" unter Berufung auf Aufsichtsratskreise. Das Nutzfahrzeugwerk in Hannover solle 2032 folgen, das Audi-Werk in Neckarsulm 2034. VW wollte sich dazu nicht äußern. In den vier Fabriken arbeiten rund 40.000 Menschen. Konzernchef Oliver Blume plane, die dortigen Modelle künftig in günstigeren osteuropäischen Werken zu bauen. Für die deutschen Standorte würden andere Zwecke gesucht, etwa ein Verkauf an Rüstungsunternehmen oder die Fertigung von in China entwickelten Autos. Letzteres gilt Insidern zufolge vor allem für Zwickau als Option.
Die Pläne sehen zudem einen massiven Stellenabbau vor: Während der "Spiegel" von 50.000 Jobs bis 2030 schreibt, hatte das "Manager Magazin" zuletzt von bis zu 100.000 gefährdeten Stellen berichtet. Um den erwarteten Widerstand des deutschen Bundeslandes Niedersachsens zu umgehen, steht die Option im Raum, die Kernmarke VW auszugliedern und so das VW-Gesetz de facto auszuhebeln. Um die eigenen Führungskräfte auf den harten Kurs einzuschwören, ließ Blume sie Insidern zufolge den Plan vorab unterschreiben.
Eine Zustimmung zu dem Plan am Donnerstag gilt jedoch als äußerst unsicher. Im Kontrollgremium herrscht nach dem Rückzug von Ex-Renk-Chefin Susanne Wiegand ein Patt. Die Arbeitnehmerseite um IG-Metall-Chefin Christiane Benner und Betriebsratschefin Daniela Cavallo wertete die Pläne als unverantwortliche Drohung und kündigte massiven Widerstand an.
Volkswagen hatte schon Ende 2024 den Abbau von 35.000 Arbeitsplätzen in Deutschland und das Ende der Autofertigung in Osnabrück und Dresden beschlossen. Seither hat sich die Lage weiter verschärft. Im ersten Quartal 2026 lag die operative Rendite bei 3,3 Prozent. Neben dem Absatzeinbruch in China belasten die Zölle von US-Präsident Donald Trump den Konzern dem "Spiegel" zufolge mit fünf Mrd. Euro pro Jahr.
