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Warsh hat sich vorgenommen, die Notenbank zu reformieren. Er ließ dabei auf seiner ersten Pressekonferenz als Notenbankchef Kritik an der Arbeit der Fed unter seinem Vorgänger Jerome Powell anklingen, die die Inflation in den vergangenen Jahren nicht in den Griff bekommen habe.
Den am Mittwoch veröffentlichten Mitschriften zufolge konstatierten die Währungshüter, dass die Inflation im Vergleich zum Inflationsziel von zwei Prozent weiterhin erhöht sei. Vor diesem Hintergrund war man sich einig, im Begleittext das Ziel der Preisstabilität zu betonen. Eine Mehrheit der Teilnehmer merkte zudem an, dass sie Vorteile in einem kürzeren Text sehe.
Die Zentralbanker hatten den Leitzins in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent konstant gehalten, aber eine mögliche Straffung im Jahresverlauf avisiert. Warsh beteiligte sich allerdings nicht an dem von den Währungshütern zusammengestellten Zinsausblick.
Die Notenbank achtet besonders auf ein Inflationsmaß, das auf die Konsumgewohnheiten der Verbraucher ausgerichtet ist - den sogenannten PCE-Index. Die daraus berechnete Teuerungsrate schnellte im Mai infolge des vom Iran-Krieg ausgelösten Energiepreisschubs auf 4,1 Prozent von 3,8 Prozent im April in die Höhe.
Nach Entspannungssignalen in dem Konflikt kamen zuletzt wieder Kriegsängste auf. US-Präsident Donald Trump hat das vorläufige Abkommen zur Beendigung des Iran-Krieges für nichtig erklärt. Er drohte der Islamischen Republik zugleich mit einem massiven Militärschlag, was die Anleger an der Wall Street verunsicherte.
