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Beinahe jede dritte Maschinenbaufirma, die in diesem Bereich unterwegs sei, rechne dort mit mindestens 15 Prozent Wachstum in diesem Jahr. 43 Prozent dieser Unternehmen erwarteten, ihren Umsatz im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich bis 2030 mindestens zu verdoppeln.
An der Umfrage nahmen nach VDMA-Angaben gut 330 Mitgliedsunternehmen teil. Für 2027 werde eine nochmals stärkere Dynamik erwartet: Dann gingen sogar 35 Prozent der Firmen von 15 Prozent und mehr Wachstum aus, sowie 39 Prozent, die ein Plus von 5 bis 15 Prozent erwarteten. Die Hersteller von Maschinen "Made in Germany" seien insbesondere als Zulieferer von zunehmender Bedeutung.
Die deutschen Maschinenbauer sind mit rund einer Million Beschäftigten ein Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Zu der überwiegend mittelständischen Branche gehören auch börsennotierte Konzerne wie Thyssenkrupp, Siemens Energy, Gea oder Deutz.
Deutz-Chef Sebastian Schulte drückt aufs Tempo und scheut sich auch nicht vor größeren Zukäufen. Das noch junge Defence-Geschäft soll bereits ab dem kommenden Jahr zu einer tragenden Säule des Traditionskonzerns werden. Rund 1,6 Milliarden Euro blättern die Kölner für den Erwerb der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG) hin. Bereits 2027 werde FFG einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro einbringen bei einer bereinigten Ebitda-Rendite von über 20 Prozent. Mit FFG an Bord entstehe ein führender Anbieter für militärische Fahrzeuge, Antriebe und Energielösungen, betont Schulte. FFG entwickelt und wartet unter anderem Panzer und Spezialfahrzeuge für die Bundeswehr und Streitkräfte in mehr als 15 Ländern.
Leichtes Spiel haben die deutschen Maschinenbauer dem VDMA zufolge beim Einstieg in die Geschäfte mit der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie aber nicht. Den Unternehmen machten vor allem regulatorische und sicherheitsbezogene Anforderungen zu schaffen. Hinzu kämen fehlende Kontakte zu potenziellen Kunden und fehlende Kenntnisse der Markt- und Beschaffungsstrukturen.
