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Emirates verliert mehr als ein Fünftel der Passagiere und bleibt dennoch in der Gewinnzone

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Der Burj Khalifa über der Skyline von Downtown Dubai
Foto:©Unsplash, Ahmed Aldaie

Die Krise am Golf hat Emirates im Sommerhalbjahr Millionen Fluggäste gekostet. Wie hart der Einbruch ausfällt, warum die Airline dennoch verdient und was das für Reisende ab Wien bedeutet.

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Emirates hat zwischen April und September 21,8 Millionen Passagierinnen und Passagiere befördert, 22 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das geht aus der Halbjahresbilanz der Emirates Group vom 5. November hervor. Trotzdem schrieb die Airline schwarze Zahlen: Der Gewinn vor Steuern lag bei 3,7 Milliarden Dirham, das sind rund 1,0 Milliarden US-Dollar und um 68 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Für den gesamten Konzern inklusive des Flughafendienstleisters dnata meldet Emirates 4,1 Milliarden Dirham (1,1 Milliarden Dollar), ein Minus von 66 Prozent.

Als Gründe nennt das Unternehmen zeitweise Luftraumsperren und Einschränkungen in der Golfregion, Reisewarnungen von Regierungen und die hohen Treibstoffpreise. Vor Absicherungsgeschäften lagen die Treibstoffkosten um 60 Prozent über jenen des Vorjahreshalbjahrs. Gewinne aus diesen Geschäften von 7,1 Milliarden Dirham drückten den Anstieg unterm Strich auf 13 Prozent.

Leerere Flugzeuge und ein kleineres Netz

Die Auslastung sank laut Emirates von 79,5 auf 72,0 Prozent. Wegen des reduzierten Flugplans bot die Airline um 17 Prozent weniger Sitzkilometer an, die Transportleistung insgesamt sank um zehn Prozent. Ende September flog Emirates 91 Prozent des Streckennetzes, das vor den Einschränkungen bestanden hatte, mit Passagier- und Frachtverbindungen zu 150 Flughäfen in 78 Ländern und Gebieten. Der Umsatz der Airline ging um 13 Prozent auf 56,9 Milliarden Dirham (15,5 Milliarden Dollar) zurück.

Konzernchef Scheich Ahmed bin Saeed Al Maktoum sprach von fordernden sechs Monaten, in denen sich das Geschäftsmodell bewährt habe. Ins zweite Geschäftshalbjahr gehe man mit maßvollem Optimismus. Maßnahmen der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate hätten zur Lockerung von Reisewarnungen für das Land geführt, heißt es in der Mitteilung. Investiert wird weiter: Im Halbjahr kamen neun neue Airbus A350 in die Flotte, 57 Flugzeuge bieten Internet über Starlink, die Airline verfügte Ende September über 54,1 Milliarden Dirham an Barmitteln.

Was bedeutet das für Reisende ab Wien?

Die Krise in der Region schlägt auch am Flughafen Wien durch. Im September reisten laut Verkehrsergebnis des Flughafens Wien 57.430 Passagierinnen und Passagiere in den Nahen und Mittleren Osten, um 28,0 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Als Grund nennt der Flughafen neben dem kleineren Angebot der Billigairlines die reduzierten Verbindungen wegen der anhaltenden Krise in der Region. Emirates fliegt Wien weiter an und fertigt ihre Gäste laut Flughafen Wien im Terminal 3 ab.

Mehr Auswahl nach Dubai gibt es im Dezember: Austrian Airlines nimmt die Strecke von Wien nach Dubai laut Lufthansa Group ab 12. Dezember mit fünf wöchentlichen Flügen wieder auf. Wer für die Weihnachtsferien oder die Semesterferien eine Reise an den Golf plant, kann Preise und Umsteigeverbindungen daher bald wieder bei mehreren Anbietern vergleichen.

Haben Sie bereits gebucht, prüfen Sie vor der Reise die Reisehinweise des österreichischen Außenministeriums und kurz vor dem Abflug den Status Ihres Fluges. Für Abflüge ab Österreich gelten die EU-Fluggastrechte laut dem EU-Portal Ihr Europa auch bei Airlines mit Sitz außerhalb der EU. Wird ein Flug annulliert, haben Sie Anspruch auf Erstattung oder Ersatzbeförderung sowie auf Betreuung während der Wartezeit. Eine Ausgleichszahlung entfällt, wenn außergewöhnliche Umstände wie eine Luftraumsperre vorliegen. Weitere Nachrichten zu Airlines und Flughäfen finden Sie auf unserer Themenseite Luftfahrt & Flugreisen.

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