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BFI-Kärnten-Chef Pototschnig: Bildung als lebenslanger Prozess

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Gottfried Pototschnig

©Florian Gunzer, bfi-Kärnten

Vom Lehrling zum Bildungsmanager: BFI-Kärnten-Geschäftsführer Gottfried Pototschnig über Fachkräftemangel, KI, Pflegeberufe und lebenslanges Lernen als Schlüssel zur Zukunft.

Im Podcast „Kärnten ungefiltert“ spricht Gottfried Pototschnig, Geschäftsführer des BFI Kärnten, über Bildungswege, Fachkräftemangel, Digitalisierung und die Herausforderungen des Arbeitsmarktes.

Der gelernte Maschinenbauer und ehemalige Lehrling verweist dabei auch auf seine eigene Bildungsbiografie: Nach Lehre, Meisterprüfung und Abend-HTL absolvierte er später ein Studium. Sein Fazit: Berufliche Entscheidungen mit 15 oder 16 Jahren müssten nicht den gesamten Lebensweg festlegen. Das österreichische Bildungssystem ermögliche es, sich später neu zu orientieren und weitere Qualifikationen zu erwerben.

Zeit zum Ausprobieren

Pototschnig plädiert für mehr Berufsorientierung und dafür, Jugendlichen Zeit zum Ausprobieren verschiedener Berufsfelder zu geben. Scheitern dürfe dabei nicht als Niederlage verstanden werden, sondern als Teil des Lernprozesses. Gerade die Arbeit mit jungen Menschen bezeichnet er als eine der erfüllendsten Aufgaben seiner beruflichen Laufbahn.

Mit Blick auf die oft diskutierte Generation Z sieht Pototschnig keine grundsätzliche Abkehr vom Leistungsprinzip. Entscheidend sei vielmehr, dass junge Menschen Sinn in ihrer Tätigkeit erkennen und sich mit ihrem Beruf identifizieren können. Motivation entstehe dort, wo Arbeit als sinnvoll erlebt werde.

Mehr Frauen in technischen Berufen

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist die Digitalisierung. Das BFI Kärnten bilde sowohl Menschen mit geringen digitalen Vorkenntnissen als auch hochqualifizierte IT-Fachkräfte aus. Künstliche Intelligenz werde die Arbeitswelt nachhaltig verändern, gleichzeitig brauche es Medien- und Digitalkompetenz, um Chancen und Risiken richtig einordnen zu können.

Pototschnig fordert zudem mehr Frauen in technischen Berufen. Programme wie „FemIT“ oder spezielle Orientierungsangebote sollen den Einstieg in MINT-Fächer erleichtern. Große Herausforderungen sieht er auch im Pflegebereich. Angesichts des steigenden Personalbedarfs investiert das BFI Kärnten in moderne Ausbildungseinrichtungen, um praxisnahe Qualifizierungen für Gesundheits- und Pflegeberufe anzubieten. Bildung, so Pototschnig, bleibe die wichtigste Investition in die eigene Zukunft.

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