Im Podcast „Kärnten ungefiltert“ spricht Kärntens Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig über den Wandel Kärntens, die Bedeutung von Zusammenhalt, Inklusion und Forschung sowie politische Entscheidungen mit langfristiger Wirkung.
Kärntens Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig (SPÖ) sieht ihr Bundesland auf einem Weg vom einstigen Randgebiet zu einem europäischen Standort für Forschung, Innovation und Energiewende.
Im Podcast „Kärnten ungefiltert“ spricht sie über politische Entscheidungen, die erst nach Jahren Wirkung entfalten, über Inklusion, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Zukunft Kärntens.
Die Menschen hinter den Zahlen
Schaunig betont, dass hinter politischen Zahlen und Budgets immer Menschen stünden – etwa in den Bereichen Sozialhilfe, Wohnbau oder Kultur. Entscheidungen müssten zwar rational getroffen werden, gleichzeitig habe sie ihr „Bauchgefühl“ in ihrer politischen Laufbahn mehrfach vor Fehlentscheidungen bewahrt.
Besonders zufrieden zeigt sie sich mit Reformen aus ihrer ersten Regierungszeit im Bereich der Chancengleichheit. Als Beispiele nennt sie den Ausbau kleiner Wohneinheiten anstelle großer Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sowie deren stärkere Integration in den regulären Arbeitsmarkt. Der Fokus habe sich vom Defizit auf die Fähigkeiten der Betroffenen verlagert.
Das „Wir-Gefühl“ als Stärke
Für Kärnten hebt Schaunig vor allem den gesellschaftlichen Zusammenhalt hervor. Das „Wir-Gefühl“ sei eine Stärke des Bundeslandes und ein Gegenmodell zu Polarisierung und Individualisierung. Zugleich sieht sie Kärnten heute besser positioniert als noch vor zwei Jahrzehnten. Durch europäische Verkehrsprojekte und Infrastrukturmaßnahmen sei das Land „mitten in Europa“ angekommen.
Als Zukunftsprojekte nennt Schaunig den Ausbau des Technologieparks in St. Paul im Lavanttal sowie Forschungsinitiativen im Bereich Nachhaltigkeit und Energiewende. Digitalisierung betrachtet sie offen, aber kritisch. Neue Technologien wolle sie ausprobieren, letztlich müsse deren Nutzen entscheiden.
Kunst, Kultur und Wörthersee
Ausgleich findet die Politikerin nach eigenen Angaben in Kunst und Kultur sowie am Wörthersee. Besonders die „mittlere Brücke“ im Klagenfurter Strandbad sei für sie ein Ort, an dem sie den Alltag hinter sich lassen könne.
