Genussland-Kärnten-Obfrau Petra Pobaschnig spricht im Podcast „Kärnten ungefiltert“ über regionale Lebensmittel, Direktvermarktung, Genussschulen und die Bedeutung persönlicher Beziehungen zwischen Produzenten, Gastronomie und Konsumenten.
Die Initiative „Genussland Kärnten“ vernetzt seit 17 Jahren Produzenten, Gastronomie, Handel und Schulen rund um regionale Lebensmittel. Obfrau Petra Pobaschnig beschreibt im Podcast „Kärnten ungefiltert“ ein Netzwerk mit rund 600 Partnerbetrieben, das Herkunft, kurze Lieferketten und regionale Wertschöpfung stärken soll.
Besonders hervorgehoben werden die sogenannten Genussschulen: 16 Kärntner Bildungsstätten verarbeiten regionale Produkte nach festgelegten Herkunftskriterien und entwickeln bei Wettbewerben eigene Konzepte – heuer zum Thema Frühstück.
Quereinsteigerin in die Landwirtschaft
Pobaschnig selbst ist Quereinsteigerin in die Landwirtschaft. Gemeinsam mit ihrer Familie entwickelte sie aus dem eigenen Milchbetrieb heraus das „Krapfelder Eis“, darunter auch Varianten aus Ziegenmilch. Heute beliefert der Familienbetrieb laut Pobaschnig rund 150 bis 170 Kunden und beschäftigt mehrere Mitarbeiter.
Im Gespräch betont sie die Bedeutung regionaler Kreisläufe und direkter Beziehungen zwischen Produzenten und Konsumenten. Genussland Kärnten vermittelt dabei auch Kontakte zwischen Betrieben und Gastronomie. Herkunftskennzeichnung in Speisekarten sei dabei ein zentrales Thema. Regionale Küche müsse laut Pobaschnig nicht altmodisch sein: Auch Fast Food lasse sich mit heimischen Zutaten neu interpretieren.
Als Beispiele für innovative Kärntner Produzenten nennt sie unter anderem Betriebe mit Käse-, Schafmilch-, Kürbiskern- oder Tofu-Produktion. Zugleich verweist sie auf die Rolle regionaler Veranstaltungen wie der „Kulinarischen Nächte“ oder verschiedener Genussfeste im Land.
Regionalität erhält die Kulturlandschaft
Pobaschnig sieht in regionalen Lebensmitteln auch einen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft. Entscheidend sei, dass Konsumenten wieder stärker zu Produkten aus Kärnten oder Österreich greifen. Besonders wichtig bleibt für sie der persönliche Kontakt in Hofläden und auf Märkten: Dort werde sichtbar, wie Lebensmittel entstehen und welche Arbeit dahintersteckt.


