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In allen geprüften Handelsketten sei die niedrigere MWSt auf unter anderem Milch, Joghurt, Butter, Eier, Reis, Nudeln, Brot, Weizenmehl sowie bestimmte Obst- und Gemüsesorten vollständig weitergegeben worden, schreibt die AK Wien am Donnerstag in einer Aussendung. Viele der geprüften Geschäfte hätten die Preise im Vergleichszeitraum sogar stärker gesenkt, als es die reine MWSt-Senkung geboten hätte. Verglichen wurden zwischen dem 6. bis 13. Mai 2026 erhobene Verkaufspreise mit Preisen zwischen dem 6. und 14. Juli. Dies in den Onlineshops von Billa, Interspar und Spar sowie in jeweils drei Filialen von Hofer, Lidl, Penny und Billa Plus.
Die AK Steiermark stellte dann einen deutlichen Rückgang der Preise von April bis Juli fest. Der steirische AK-Warenkorb mit 17 Basislebensmittel habe im Juli rund 7,6 Prozent weniger gekostet als noch drei Monate zuvor. Spezifische Warenkörbe für "Billigprodukte", "Markenprodukte" und "Bioprodukte" entwickelten sich sehr unterschiedlich. Die Billiglinie sei seit April um rund 5,3 Prozent billiger geworden, bei den Markenprodukten gab es einen Preisrückgang um 7,7 Prozent. Bioprodukte wurden in dem Vergleichszeitraum um moderatere ein Prozent günstiger.
Handelsverband-Chef Rainer Will sieht Kritik am Lebensmittelhandel durch den Befund desavouiert. "Wer dem Handel im Vorfeld pauschal unterstellt hat, die Entlastung würde nicht bei den Menschen ankommen, ist damit klar widerlegt." Für den Handelsvertreter zeige die AK-Untersuchung, dass der "intensive Wettbewerb im österreichischen Lebensmittelhandel funktioniert".
Bestätigt sieht sich auch die SPÖ, die die Steuersenkung in der Regierung "durchgesetzt" habe, so der rote Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim in einer Aussendung. Er kritisiert auch die beiden Oppositionsparteien FPÖ und Grüne, die die Maßnahme im Nationalrat nicht mitgestimmt hatten.
