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EY: Start-up-Finanzierungen in Österreich haben sich vervierfacht

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Heuer flossen bereits 472 Mio. Euro an heimische Start-ups
©APA/APA/Gindl/BARBARA GINDL
Start-ups in Österreich haben heuer im ersten Halbjahr deutlich mehr an finanziellen Mitteln erhalten als im Vorjahreszeitraum: Bei 97 Transaktionen erhielten die jungen Unternehmen 472 Mio. Euro und damit um 362 Millionen mehr als im ersten Halbjahr 2025, geht aus dem "EY-Start-up Investment Barometer" hervor. Damit handelte es sich um das dritthöchste Finanzierungsergebnis im ersten Halbjahr seit dem Jahr 2022.

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Heuer gab es bereits neun Abschlüsse mit einem Volumen von mehr als 10 Mio. Euro - mit Waterdrop und Gropyus zwei davon sogar mit einem Volumen von jeweils 100 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum kamen hingegen nur zwei Start-ups über die 10 Mio. Euro-Grenze. Wie bereits ein Jahr zuvor gab es auch heuer wieder 37 Deals mit einem Umfang von bis zu 1 Mio. Euro. Und 29 Finanzierungsrunden kamen auf ein Volumen von bis zu 10 Mio. Euro.

Wien erwies sich mit 51 Start-ups, die Finanzierungen erhalten haben, erneut als wichtigster Standort, gefolgt von Oberösterreich (13) und der Steiermark (12). In Niederösterreich holten sich sechs Start-ups frisches Geld, in Vorarlberg waren es drei. Aus Tirol und Kärnten kamen jeweils zwei Start-ups, aus Salzburg eines.

Bei knapp zwei Dritteln (63 Prozent) der Finanzierungsrunden gab es eine Beteiligung österreichischer Kapitalgeber. Allerdings waren diese vor allem bei Finanzierungsrunden bis zu einer Million vertreten. Bei Finanzierungsrunden über 10 Mio. Euro sank deren Anteil auf 13 Prozent. Und bei fast jedem vierten Deal (24 Prozent) kamen Investoren aus dem Ausland zum Zug. Bei sieben der zehn größten Finanzierungsrunden gab es überhaupt nur internationale Geldgeber.

Dass die internationalen Geldgeber bei größeren Finanzierungsrunden stärker vertreten sind, "ist grundsätzlich kein Nachteil – im Gegenteil: Internationale Investor:innen bringen zusätzliches Kapital, Erfahrung und Netzwerke mit", sagte Florian Haas, Head of Start-up bei EY Österreich. "Gleichzeitig zeigt diese Entwicklung aber auch, dass Österreich bei großen Wachstumstickets weiterhin stark auf ausländisches Kapital angewiesen ist."

Von den insgesamt 230 Investoren, die an den Finanzierungsrunden in den ersten sechs Monaten beteiligt waren, kamen 116 aus Österreich, gefolgt von Deutschen (49) und Schweizern (11). Lediglich sieben Investoren hatten ihren Hauptsitz in den USA.

Der Fokus österreichischer Investoren lag vor allem beim Thema Energy, aber auch Media & Entertainment stieß bei den heimischen Geldgebern auf reges Interesse. Beim Thema FinTech/InsurTech fand sich bei drei Finanzierungsrunden mit insgesamt neun Investoren nur einer mit dem Hauptsitz im Inland. Insgesamt flossen mit 93 Mio. Euro nur etwa 20 Prozent der Investorengelder in Start-ups mit KI-Schwerpunkt. Und nur jede siebente Finanzierungsrunde wies einen Bezug zum Thema Nachhaltigkeit auf. Dafür wurde diese Branche mit rund 170 Mio. Euro finanziert. - rund 36 Prozent der Gesamtsumme.

++ ARCHIVBILD/THEMENBILD ++ ZU APA0109 VOM 23.8.2023 - Die heimischen Banken stellen Unterstützung für Kreditnehmende in Aussicht, die aufgrund der steigenden Zinsen unter Druck geraten sind. So sollen in absehbarer Zeit bei variablen Krediten keine Mahnspesen und Verzugszinsen verrechnet werden. Im Bild: Illustration zum Thema Kredit / Schulden / Finanzierung, aufgenommen am Montag, 27. April 2020. (ARCHIVBILD VOM 27.4.2020)

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