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"Am meisten freue ich mich auf die Sonnenfinsternis", sagte ein Bub zu APA-Science. Das Konzert danach sei aber auch nicht schlecht, ergänzte seine Mutter. Das passt zum Gefühl des Abends am Campus des Institute of Science and Technology (ISTA) in Klosterneuburg: ein bunt gemischtes Publikum und eine Stimmung wie bei einem Sommerfest. Trotzdem wird die Frage, was da eigentlich am Himmel passiert, immer wieder thematisiert.
So etwa in Form einer Fotostrecke: Eine schwarze Katze schiebt sich von Bild zu Bild immer weiter vor ihren roten Artgenossen, bis nur noch dessen Umrisse für die Kamera sichtbar sind. Darauf folgt ein Vortrag von ISTA-Forschenden über die Geschichte von Sonnenfinsternissen - von Geisterglauben und Mythen bis hin zu wissenschaftlichen Erkenntnissen, etwa im Zusammenhang mit der Relativitätstheorie.
"Sonnenfinsternis und Sternschnuppen - diese Dinge wecken einfach bei jedem Interesse", sagte ISTA-Forscherin Gauri Kotiwale, die an diesem Abend eine Sternschnuppen-Tour begleitet. "Einer der schönsten Aspekte von Wissenschaftskommunikation ist es, Leute zusammenzubringen - und ihnen dann anzumerken, wenn sie wirklich beginnen, sich zu interessieren", so ihr Kollege Benjamin Navarrete. Beide promovieren am ISTA und engagieren sich zusätzlich in der Wissenschaftsvermittlung.
Kurz vor halb neun sind dann die insgesamt rund 900 Besucherinnen und Besucher aus allen zugänglichen Ecken des Campus zusammengekommen, um in Public Viewing-Manier die totale Sonnenfinsternis über Spanien im ESA-Livestream zu verfolgen. Der gespannten, fast andächtigen Stille folgen ein kollektives Raunen und Jubeln, als der Mond die Sonne vollständig verdeckt.
Es sollte nicht das letzte Raunen des Abends bleiben. Nach einem Konzert des Wiener Singer-Songwriters Oskar Haag, inklusive der Songs "Stargazing" und "Lady Sun And Mr. Moon", geht es in kleinen Gruppen mit ISTA-Forschenden bergauf in die grünen Hügel rund um den Campus. Dort soll die Sicht auf die vielen Sternschnuppen besser sein, die wegen des Perseiden-Maximums erwartet werden.
"Wir haben alle Lichter in der Umgebung ausgeschaltet", so Navarrete. Denn zuerst müssten sich die Besucherinnen und Besucher ein paar Minuten an die Dunkelheit gewöhnen. Doch nur wenige Momente nach der Ankunft der Gruppe ist schon das erste Raunen zu hören. Mehrere Finger zeigen nach oben und zeichnen den Weg der Sternschnuppe durch den Nachthimmel nach.
Auch ein Teleskop steht in dieser Nacht in den Hügeln. Damit lassen sich weit entfernte Objekte beobachten, etwa unsere nächste große Nachbargalaxie Andromeda. "Durch das Teleskop können wir sogar das Zentrum der Galaxie und das Staubband sehen - so einen Anblick erwarten Leute meistens nicht und werden dann neugierig. Das passt gut, denn die Prozesse hinter solchen Phänomenen sind genau das, was wir in unserer Forschungsgruppe untersuchen", so Kotiwale.
Wer an diesem Abend von Astro-Themen noch nicht genug bekommen hat und nicht auf die nächste Sonnenfinsternis warten will, kann aktuell jedes Wochenende bei freiem Eintritt im VISTA-Auditorium "Encounters in the Milky Way" sehen. Der 24-minütige Film führt mit Daten der Gaia-Mission durch unsere Galaxie. Auch die interaktive Ausstellung "Science in the Making" im VISTA Science Experience Center wartet mit einem Astrophysik-Bereich auf.
S E R V I C E - Film "Encounters in the Milky Way", Informationen unter: https://www.vistascience.at/de/encounters-in-the-milky-way ; VISTA Science Experience Center, Informationen zum Besuch unter: https://www.vistascience.at/de/visit/besuch-planen
(Dies ist eine entgeltliche Veröffentlichung des Institute of Science and Technology Austria im Rahmen einer Medienkooperation. Die redaktionelle Letztverantwortung liegt bei APA-Science.)
KLOSTERNEUBURG - ÖSTERREICH: FOTO: APA/Mathias Klötzler/ISTA
KLOSTERNEUBURG - ÖSTERREICH: FOTO: APA/Mathias Klötzler/ISTA
KLOSTERNEUBURG - ÖSTERREICH: FOTO: APA/Mathias Klötzler/ISTA
