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WU-Studie: Österreich hat Top-KI-Fachkräfte – aber zu wenige

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Heimische KI-Spezialisten wandern häufig ab, hinzu kommt eine dünne Nachwuchsbasis. rund 97 Prozent der Unternehmen beschäftigen gar keine KI-Spezialisten.

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Österreich hat zwar exzellente KI-Fachkräfte, aber zu wenige, und die besten wandern ab. Das geht aus einem aktuellen Report der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien hervor. Demnach zählten die heimischen KI-Spezialisten zu den europäischen Spitzenreitern, allerdings komme die KI-Expertise deutlich seltener in der Breite der Wirtschaft an als in vielen vergleichbaren Ländern, hieß es in einer Aussendung der WU Wien am Montag.

Die Studienautoren Christian und Andreas Schumacher und Can Tihanyi analysierten im Report „Austria's AI workforce 2026“ die Entwicklung der österreichischen KI-Belegschaft anhand von 2,86 Millionen Beschäftigungsdatensätzen aus den Jahren 2018 bis 2025. Die Daten wurden über Revelio Labs und Wharton Research Data Services ausgewertet und mit 37 weiteren europäischen Ländern verglichen.

Nachwuchsmangel im KI-Bereich

Der Studie zufolge belegt Österreich unter 38 europäischen Ländern Rang drei bei der technologischen Spezialisierung seiner KI-Fachkräfte und zählt damit zu den führenden Standorten Europas. Rund 60 Prozent der KI-Beschäftigten arbeiteten dabei in Wien. Gleichzeitig liege Österreich bei der Verbreitung der KI-Kompetenzen, gemessen an der Zahl der KI-Spezialistinnen und -Spezialisten im Verhältnis zur Gesamtbeschäftigung, nur auf Platz 19. Etwa 97 Prozent der heimischen Unternehmen beschäftigen dem Report zufolge gar keine KI-Spezialisten.

„Technologie-Adaption scheitert fast nie an der Technologie. Sondern an den Menschen, die fehlen, sie in die Unternehmen zu tragen“, so Studienautor Can Tihanyi vom Institut für International Business der WU Wien. Der Report zeige zudem eine spürbare Abschwächung des Wachstums bei KI-Fachkräften. Nach einem Plus von 12,5 Prozent im Jahr 2024 wuchs die Zahl der KI-Spezialisten 2025 nur noch um 7,1 Prozent.

Darüber hinaus wandert die technologische Spitze laut dem Report oft ab und das häufig bereits im ersten Beschäftigungsjahr. Demnach verliere Österreich ausgerechnet jene Fachkräfte, die KI-Systeme entwickeln und technologisch vorantreiben. Hinzu komme eine dünne Nachwuchsbasis: Nur 6 Prozent der KI-Beschäftigten in Österreich sind laut Report Einstiegskräfte, gegenüber 23 Prozent in anderen Bereichen.

Drei Handlungsempfehlungen

Aus den Befunden leiten die WU-Forscher drei Handlungsempfehlungen für die Politik und öffentliche Institutionen ab. Es brauche mehr Ausbildungskapazitäten für KI-Fachkräfte an den Universitäten. Zudem müssten insbesondere kleine und mittlere Unternehmen dabei unterstützt werden, KI im eigenen Betrieb einzusetzen, etwa durch den Zugang zu geteilter Infrastruktur und Beratung. Schließlich benötige es Maßnahmen, um KI-Spezialisten langfristig in Österreich zu halten.

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