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Verwaltungs-Datenschatz von "dadeX" öffnet sich für die Forschung

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Holzleitner kündigte neue Anbindung an
Das seit 2022 bestehende Austrian Micro Data Center (AMDC), eine bei der Statistik Austria eingerichtete Forschungsdatenbank, war bisher ein erstes Tor für die Forschung beim Zugang zu Registerdaten. Das Tor erweitert sich nun mit der am Mittwoch von Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) per Aussendung angekündigten Anbindung des Mikrodatenzentrums an den Register- und Systemverbund "Digital Austria Data Exchange" - kurz dadeX. Die Forschung reagiert erfreut.

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Es ergebe sich nun für die Forschung Zugang zu einem Datenschatz, "der bisher nur eingeschränkt nutzbar war", wurde Holzleitner zitiert: "Das stärkt den Wissenschaftsstandort Österreich und hilft uns, bessere Entscheidungen zu treffen."

Die Freigabe von Registerdaten unterstützt die Wissenschaft dabei, Fragen zu Bildung, Arbeitslosigkeit oder sozialer Mobilität nachzugehen. "Der sichere Zugang zu qualitätsvollen Registerdaten ermöglicht es Forschenden, gesellschaftlich relevante Fragen fundierter zu untersuchen - etwa, welche Faktoren Frauen nach der Karenz beim Wiedereinstieg in den Beruf unterstützen", wurde Elvira Welzig, Geschäftsführerin der Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG), zitiert. "Die Analysen von Registerdaten stellen ein Fundament für eine evidenzorientierte Politik dar", so Heinz Faßmann, Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW).

Auch Stefan Thurner, Präsident des Complexity Science Hub (CSH) in Wien, begrüßt den Schritt: "Seit Joseph II sammelt Österreich systematisch Daten, lässt sie dann oft in den sprichwörtlichen Schubladen liegen. Das ist so, als würde man verschiedene medizinische Untersuchungen machen und sie dann nicht in eine Diagnose miteinbeziehen. Wenn wir verstehen wollen, ob und wie bestimmte Jobs mit chronischen Erkrankungen zusammenhängen oder wie Unterstützungsleistungen langfristig wirken (...), dann brauchen wir verknüpfbare Daten, die uns zeigen, was im System passiert." Es gehe darum, die Gesellschaft zu verstehen, "so wie ein Arzt einen Organismus - und rechtzeitig zu erkennen, wo etwas schief läuft".

Der Zugang der Forschung zu den Informationen des AMDC ist in puncto Datenschutz streng geregelt. Die breitere Palette an Register- und Verwaltungsdaten können Wissenschaft und Forschung künftig ebenso über das Mikrodatenzentrum, das für diese Zwecke an dadeX angebunden wird, abrufen. Der erweiterte Zugang wurde bereits im Regierungsprogramm verankert.

Bis Ende 2029 sollen die relevanten bestehenden Register und Datenquellen sowie künftig neu geschaffene Register - jeweils unter Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorgaben - schrittweise über dadeX als zentrale Datendrehscheibe nutzbar gemacht werden, wie nun mitgeteilt wurde. Neue Register sollen von Beginn an so konzipiert werden, dass sie in diese gemeinsame Dateninfrastruktur eingebunden werden können.

(S E R V I C E - AMDC: https://go.apa.at/XGlr7y1J ; dadeX: https://go.apa.at/y9ktpyYl )

Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) am Montag, 15. Juni 2026, anl. des Pressegesprächs "Frauenbudget und geplante frauenpolitische Schwerpunktsetzungen für das Doppelbudget 2027/28" im Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung in Wien.

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