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Insgesamt hat Österreich im Institutionen-Ranking diesmal laut einer QS-Aussendung so stark zugelegt wie kein anderes europäisches Land. Den größten Sprung um 78 Plätze auf 572 machte die Uni Salzburg, u.a. dank verbesserter Betreuungsverhältnisse und einem Plus beim internationalen Personal. Die Uni Innsbruck hat sich gegenüber dem Vorjahr um 17 Plätze auf Rang 333 verbessert, blieb damit - wie auch die TU Graz (409; Vorjahr: 427) und die Uni Linz (458; Vorjahr: 473) - aber trotzdem hinter vielen Ergebnissen der vergangenen zehn Jahre. Die Uni Klagenfurt hat den Abwärtstrend der vergangenen Jahre gestoppt und stieg diesmal von Rang 697 auf 683, während die Universität Graz weiter an Terrain verliert (696; Vorjahr: 668).
Zwei Austro-Unis sind heuer erstmals beim QS-Ranking dabei, die Montanuni Leoben (851-900) und die früher in Budapest und seit 2020 in Wien ansässige Central European University. Als eine der Hochschulen mit dem höchsten Anteil an internationalen Studierenden und Lehrenden ist die CEU dabei gleich auf Platz 239 eingestiegen. Internationalisierung ist für QS generell eine Stärke von Österreichs Unis. Schwächen sahen die Analysten hingegen beim Ansehen unter Arbeitgebern, bei Nachhaltigkeit und Forschungsleistung. QS-Bereichsleiter Ben Sowter ortete in der Aussendung allerdings auch eine "strategische Chance": Durch mehr Investitionen in international sichtbarere Forschungsgebiete wie Natur- und Umweltwissenschaften könnte Österreich sowohl bei den Zitierungen als auch den Nachhaltigkeitsindikatoren zulegen.
Beim Ranking von QS Quacquarelli Symonds hängen 30 Prozent der Reihung von den Ergebnissen einer weltweiten Umfrage in der akademischen Community zum Ansehen von Hochschulen ab, weitere 15 Prozent von einer zusätzlichen Befragung unter Arbeitgebern. 10 Prozent der Wertung ergeben sich aus dem Zahlenverhältnis Studierende-Lehrende, 20 Prozent aus der anhand von Zitierungen gemessenen Forschungsleistung und je fünf Prozent aus dem Anteil an internationalen Studenten bzw. internationalem Personal. Ebenfalls je fünf Prozent ergeben sich aus den Faktoren Nachhaltigkeit, Beschäftigungsergebnisse und internationale Forschungsvernetzung. Insgesamt wurden diesmal 1.500 Hochschulen bewertet.
Dass es bei den österreichischen Unis diesmal aufwärts gegangen ist, sah QS-Vertreter Sowter als Beleg dafür, dass sich nachhaltige Investitionen in Forschung, internationale Zusammenarbeit und Weiterentwicklung der Institutionen auszahlen. Allerdings werde das "Finanzierungsumfeld" in Österreich gerade wieder unsicherer, verwies er auf die von den Unis befürchteten Einsparungen beim kommenden Uni-Budget.
Den Erfolgsfaktor Geld betonte auch der Rektor der Uni Wien, Sebastian Schütze. Das aktuelle QS-Ergebnis und die erste Platzierung unter den Top 100 beim jüngst publizierten Ranking von "Times Higher Education" zeige zwar, dass man sich auch weltweit als hochkarätiger Forschungs- und Studienstandort durchsetzen könne. "Damit wir diesen erfolgreichen Weg fortsetzen können, sind allerdings ausreichende finanzielle Mittel notwendig." Von der Bundesregierung forderte er ein klares Bekenntnis zu international leistungsfähigen Universitäten, Planungssicherheit und eine ausreichende Finanzierung für die Leistungsvereinbarungen der Jahre 2028 bis 2030. Eine Entscheidung über das kommende Uni-Budget hat die Regierung aber erst für Herbst angekündigt.
Platz eins im QS-Ranking ging zum 15. Mal in Folge an das US-amerikanische Massachusetts Institute of Technology (MIT), vor dem Imperial College London ex aequo mit der Stanford University in Kalifornien und weiteren Unis aus Großbritannien bzw. den USA. Die ETH Zürich (Rang 8) landete als einzige kontinentaleuropäische Hochschule in den Top Ten, die National University of Singapore - als ein Beispiel für das zunehmende Aufrücken asiatischer Unis - auf Platz 10.




