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Der 1968 in Ybbs an der Donau geborene Schuberth ist 2021 gemeinsam mit Eva Geber mit dem Theodor Kramer Preis für Schreiben im Widerstand und im Exil ausgezeichnet worden. 2023 erhielt er ein Elias-Canetti-Stipendium der Stadt Wien, 2019 den Herbert-Tumpel-Preis der AK Wien. Als Drehbuchautor konnte er dreimal bei der Diagonale den Hauptpreis des Carl-Mayer-Drehbuchwettbewerbs gewinnen.
Gelistet wurden außer Schuberth Andreas Dorschel für "Die Welt verändern. Poetik des Manifests", Maria-Sibylla Lotter für "Opfer. Über Verwundbarkeit als Selbstbild" und Philip Manow für "Spaltungslinien. Europas Parteiensysteme und die Dekonsolidierung des Nationalstaats". Ebenfalls Hoffnung auf den Preis dürfen sich Martin Warnke für "Large Language Kabbala: Eine kleine Geschichte der Großen Sprachmodelle" sowie Stefan Weidner für "Yoga oder Die sanfte Eroberung des Westens durch den Osten" machen.
Die Shortlist wurde aus einer Jury bestehend aus der Essayistin Daniela Strigl, der Philosophin Catherine Newmark und dem Literaturkritiker Ijoma Mangold erstellt. Nicht stimmberechtigter Jury-Vorsitzender ist Konrad Paul Liessmann, der die Intendanz des Philosophicums mit Barbara Bleisch teilt. Alle Anwärter außer Schuberth stammen aus Deutschland, Dorschel hat Österreich-Bezug als Professor für Ästhetik und als Vorstand des Instituts für Musikästhetik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz.
Der "Tractatus"-Preis des Philosophicums Lech wird seit 2009 vergeben, erster Preisträger war Franz Schuh. In den vergangenen drei Jahren wurden Isolde Charim (2023), Philipp Hübl (2024) und Eva Weber-Guskar (2025) ausgezeichnet.
Der von privaten Sponsoren finanzierte Preis - er gehört zu den höchstdotierten im deutschsprachigen Raum - wurde auf Anregung des Vorarlberger Schriftstellers Michael Köhlmeier ins Leben gerufen. "Prämiert werden herausragende Essays oder essayistisch orientierte Sachbücher, die philosophische Fragen für eine breitere Öffentlichkeit verständlich diskutieren und einen Beitrag zu einer nicht nur fachspezifischen Debatte von philosophischen Fragen liefern", erläuterte Liessmann. Berücksichtigt würden besonders die Relevanz des Themas, die sprachliche Gestaltung sowie die Originalität des Denkansatzes.
(S E R V I C E - 29. Philosophicum Lech "Betreutes Denken. Die neue Lust an der Unmündigkeit", 22. bis 27. September 2026, Lech am Arlberg; www.philosophicum.com )
