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Tiroler Liste Fritz will Numerus Clausus bei überlaufenen Uni-Studien

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++ ARCHIVBILD ++ Liste Fritz in Tirol will Zugangsbeschränkungen für heimische Unis
Die oppositionelle Liste Fritz in Tirol hat einmal mehr Zugangsbeschränkungen für heimische Unis gefordert. Besonders ins Visier nahm die Partei ausländische Studierende. Nach dem Vorstoß im März, aufgrund des sinkenden Österreicheranteils eine Quotenregelung bei Gesundheitsberufen nach Humanmedizin-Vorbild einzuführen, wurde am Donnerstag ein Numerus Clausus bei überlaufenen Studienrichtungen wie etwa Betriebswirtschaftslehre (BWL) oder Architektur gefordert.

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Damit sollen künftig nur noch jene Personen diese Studien an heimischen Universitäten belegen können, die auch aufgrund eines passenden Numerus Clausus "in ihrem Heimatland studienberechtigt sind", sagte Liste-Fritz-Parteiobfrau Andrea Haselwanter-Schneider bei einer Pressekonferenz in Innsbruck. Das sei etwa angesichts der Zahlen der Universität Innsbruck höchst an der Zeit: "Im Wintersemester 2025/26 waren an der Universität Innsbruck nur noch 38,8 Prozent der Erstsemestrigen Österreicher."

Eine Quotenregelung wie bei der Humanmedizin - die 75 Prozent für österreichische Studierende, fünf Prozent für Drittstaatenangehörige und 20 Prozent für EU-Staatsbürger vorsieht - sei allerdings nur für Gesundheitsberufe "EU-rechtskonform", strich Haselwanter-Schneider dazu heraus. Es herrsche dabei mittlerweile auch im Tiroler Landtag Konsens, dass eine solche Quote zumindest für Zahnmedizin wiedereingeführt und für das Studium der Psychologie neu etabliert werden solle.

"Wir brauchen aber einen weiteren Hebel für Nicht-Gesundheitsberufe", argumentierte sie in Richtung des aus ihrer Sicht notwendigen Numerus Clausus. Vor allem bei BWL und Architektur gebe es nämlich "viele Numerus Clausus-Flüchtlinge".

Dass es womöglich schwieriger werden würde, im Tiroler Landtag einen parteiübergreifenden Konsens für den Numerus-Clausus-Vorstoß herzustellen, als bei der Quotenfrage, räumte die langjährige Oppositionspolitikerin auf Nachfrage ein. "Der Landtag kann sich aber ohnehin nur etwas wünschen, am Zug sind dann das Bundesministerium und schließlich die Europäische Union", beschrieb sie den Weg, der auch bei der Quotenregelung noch zu gehen sei.

Im März hatte die Liste Fritz für die Einführung einer Quote für Gesundheitsberufe "Verbündete" im Tiroler Landtag gesucht. Besonders ins Visier nahm die Parteichefin damals Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP): "Er soll sich als derzeitiger Vorsitzender der Landeshauptleute-Konferenz beim Bund für das Thema einsetzen." Anlass für den Vorschlag war, dass "in Innsbruck über alle Studienfächer hinweg nur mehr 47,9 Prozent aller Studierenden ein österreichisches Maturazeugnis haben", verdeutlichte sie.

Reaktionen zum Quoten-Vorstoß der Liste Fritz kamen damals von der Tiroler FPÖ und der ÖVP. "Die räumlichen, personellen und infrastrukturellen Kapazitäten der Universitäten in Innsbruck müssen zu einer Regulierung führen", forderte Tirols FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger. Die ÖVP zeigte sich im Frühling den Forderungen der Liste Fritz gegenüber nicht ablehnend und lobte den "Tiroler Weg" am Beispiel Human-Medizinstudium: "Tragfähige Regelungen, die die Tirolerinnen und Tiroler priorisieren und jene, die mit ihrem Studium in Tirol beitragen wollen." Es gelte aber angesichts des EU-Rechts "überlegt vorzugehen, auch weil jede Regelung Südtirol gut mitdenken muss."

ARCHIV - 21.11.2025, Sachsen, Leipzig: Studenten der Humanmedizin sitzen in einer Vorlesung im Anatomie Hörsaal an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. (zu dpa: «Wie rassistisch internationale Studierende Thüringen erleben») Foto: Jan Woitas/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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