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Welche architektonischen Gestaltungsmöglichkeiten sich aus der Nutzung von Schlamm und Schilf ergeben, untersuchen derzeit Studierende der TU Graz in Kooperation mit Land und Forschung Burgenland. Mit einem 3D-Drucker haben sie die Sedimente aus dem See zu verschiedenen Baumaterialien verarbeitet. Wie daraus ein Rastplatz, eine Vogelbeobachtungshütte oder ein Pavillon werden könnte, zeigen sie ab sofort mit der Installation "Schilfraum" beim Freilichtmuseum Wander Bertoni in Winden (Bezirk Neusiedl am See).
Das Forschungsprojekt habe sich aus der Frage ergeben, wie Schlamm und Schilf nachhaltig genutzt werden können, nachdem sie von der Seemanagement GmbH aus dem Neusiedler See geholt wurden, erläuterte Zloklikovits. Im vergangenen Jahr waren es immerhin 60.000 Kubikmeter Schlamm und 10.000 Kubikmeter Altschilf, für die eine Verwendung gesucht wurde.
Beides soll auch bei einem weiteren, für 2027 geplanten Projekt der Forschung Burgenland zum Einsatz kommen. Diese will nämlich ein kleines Musterhaus aus regionalen Materialien errichten, das langfristig mehr CO2 speichert, als beim Bau freigesetzt wird.
Landesrätin Daniela Winkler (SPÖ) betonte bei der Pressekonferenz, dass die Nutzung von Schilf und Schlamm als Baustoff für die Region zahlreiche neue Möglichkeiten und Perspektiven bringe. Auch wirtschaftlich werde es einen Mehrwert haben, meinte sie.
