Relativ viele Menschen finden es aufgrund von Überlegungen zum Umwelt- und Klimaschutz gut, Insekten als Quelle tierischer Proteine zu verzehren. Bittet man sie aber, doch ein insektenbasiertes Produkt zu verkosten, geht die Zustimmung von rund 70 Prozent auf nur knapp ein Drittel zurück, heißt es in einer Aussendung der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien. Ein Forschungsteam um Johanna Palcu vom Institut für Marketing-Management der WU hat nun untersucht, wie die Neigung zum Probieren erhöht werden kann.
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In Untersuchungen zeigte sich, dass vor allem Ablenkung gut funktioniert - und zwar deutlich besser als das Geben von Informationen zu dem ambivalent bewerteten Thema. So zeigte eine Untersuchung mit über 900 Teilnehmenden, dass Menschen, die zuvor eine Ablenkungsstrategie gelernt hatten, eher zum Insekten-Snack griffen als jene, die mit rationalen Argumenten gefüttert wurden. Ebenso hatte die Art der Bewerbung einen Einfluss: Der eher nüchterne Slogan "Try our bugs" motivierte Leute weniger zum tatsächlichen Essen als die humorige Variante "Eat them before they eat you". Auch hier wirkte also eine Strategie besser, die eher auf Ablenkung setzte, berichten die Forschenden im Fachjournal "Food Quality and Preference".





