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Osaka-Paravent in Schloss Eggenberg - 400 Jahre werden lebendig

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Osaka-Paravent in Schloss Eggenberg interaktiv erlebbar mit AR-Anwendung
©J.J. Kucek, APA
Von der japanischen Stadt Osaka gibt es äußerst wenige frühe Ansichten: Eine befindet sich in Form eines rund 400 Jahre alten Paravents in der Steiermark - genauer gesagt in Schloss Eggenberg. Zuletzt war die Replika auf der Expo 2025 in Osaka im österreichischen Pavillon zu sehen - mittels App wurden die Szenen aus dem 17. Jahrhundert zum Leben erweckt. Nun kann das Kunstwerk auch in Graz auf diese Weise erlebt werden, teilte das Universalmuseum Joanneum am Dienstag mit.

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Das Original des Osaka-Paravents in den Prunkräumen von Schloss Eggenberg zeigt das wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Leben Osakas zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Die Segmente des rund 400 Jahre alten japanischen Stellschirms dienen seit rund 250 Jahren als Wanddekoration des Kabinetts. Erst die Restaurierung des Raumes in den frühen 2000er-Jahren brachte eine aufsehenerregende Erkenntnis mit sich: Sie zeigen die Stadt Osaka in einer Ansicht aus der Zeit vor 1614/1615. Danach wurde die Stadt, die zu einer Wirtschaftsmetropole und zum kulturellen Zentrum Japans aufgestiegen war, durch einen Brand dem Erdboden gleichgemacht und neu aufgebaut.

Aus der Zeit vor der Zerstörung der Residenzstadt im Jahr 1615 sind nur einige wenige Darstellungen bekannt - und keine aus dem Blickwinkel wie jenem, den der Eggenberger Paravent zeigt. Seit 2007 erforschen Fachleute des Universalmuseums Joanneum, der Japanologie der Universität zu Köln und der Kansai Universität in Osaka dieses kostbare kulturhistorische Dokument.

"Der Osaka-Paravent in Eggenberg zählt zu den wertvollsten Objekten in den Sammlungen des Universalmuseums Joanneum. Er ist der älteste in situ erhaltene japanische Stellschirm in Europa", betonte Paul Schuster, Leiter von Schloss Eggenberg. Nunmehr kann das Meisterwerk der japanischen Paraventmalerei nicht nur im Original, sondern ergänzend dazu auch interaktiv entdeckt werden.

Die Anwendung erschließt mittels Augmented Reality (AR) verborgene Details, erklärt historische Zusammenhänge und erweitert die wissenschaftliche Vermittlung um eine zeitgemäße digitale Ebene. Zu erleben ist sie - kostenlos - in einem eigenen Raum hinter dem Museumsshop. Das Original kann weiterhin im zweiten Stock des Schlosses im Rahmen einer Führung besichtigt werden.

Zu Wochenbeginn wurde die zusätzlich für die Expo in Osaka entwickelte interaktive Reproduktion von Regierungskommissärin Ursula Plasnik den Verantwortlichen in Schloss Eggenberg übergeben. "Eine Weltausstellung endet nach sechs Monaten - aber ihre Ideen wirken weiter. Und so wird konsequente Nachnutzung zu einem Gewinn für Kultur und Gesellschaft", so Regierungskommissärin Ursula Plassnik.

Die Szenen des historischen Osaka-Paravents aus dem Schloss Eggenberg wurden mithilfe der Technologie des Augmented-Reality-Start-ups Artivive aus Wien zum Leben erweckt. Das 2017 gegründete Unternehmen hat eine AR-Plattform entwickelt, die es Kreativen, Kunstschaffenden und Institutionen ermöglicht, statische Kunstwerke in interaktive, digitale Erlebnisse zu verwandeln.

( S E R V I C E - https://www.museum-joanneum.at/ )

GRAZ - ÖSTERREICH: FOTO: APA/J.J. Kucek

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